Folge 2.03
Folge 2×03 (15)
10 Dinge
10 things
Deleyn drehte den Schlüssel in der Haustür um und als sie über die Schwelle trat, konnte sie bereits ein seltsames Geräusch hören. Es war noch jemand außer ihr hier und dieser jenige, war oben in ihrem Badezimmer. Denn das Wasser plätscherte und nebenbei hörte Deleyn deutlich eine Stimme: „In meinem Haus. Du Mistkerl betrügst mich in meinem Haus. Na warte, Patrick.“
Die Wächterin ging die Treppe nach oben und riss dann die Tür zum Badezimmer auf: „Was glaubst du, wer du bist? Wir sind kein Paar mehr und du hast hier nichts mehr zu suchen. Du und diese Schlampe steigt sofort aus meiner Dusche und dann will ich dich nie wieder sehen, Patrick. Du wirst die Schlüssel abgeben und…“
„Noch was oder können Sie mir jetzt sagen, wer Sie sind? Oh nein warte, Sie sind Deleyn Pryce, die Wächterin. Ihr Patrick ist nicht hier, aber dafür ich… mein Name ist Faith“, Faith nahm sich ein Handtuch und ging an Deleyn vorbei, die nicht wusste, was in ihrem Haus vor sich ging.
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Giles suchte in all seinen Büchern nach der Rune, weil er dieses seltsame Gefühl hatte. Er wusste nicht wieso, aber hatte Angst, dass sie etwas übersehen würden. Deswegen stand er nun an seinem Bücherschrank und blätterte die Seiten durch, als Willow, Buffy und Xander ihn überraschten: „Wir dachten, dass Sie vielleicht Hilfe brauchen könnten… so wie früher in der Highschool. Alle an einem Tisch und alle gemeinsam… wie die vier Musketiere.“
„Das ist wirklich nett von euch, aber ich glaube, dass Buffy lieber bei ihrer Mutter sein sollte. Keiner von uns weiß bisher wie wir Joyce retten können und…“, Giles wollte nicht daran denken, dass er seiner Jägerin nicht helfen konnte und verteilte dann doch nur seine Bücher an die drei Freunde, die sich wie früher gleich an die Arbeit machten.
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Angel trainierte im Keller, als Wesley zu ihm kam und ihn bat, sein Training mal für eine Weile zu unterbrechen: „Können wir vielleicht reden?“
„Natürlich, um was geht es denn?“, Angel legte das Schwert weg und ging dann zu Wesley hinüber, der schwer mitgenommen aussah. Er hatte über Cordelias Vision nachgedacht und für sich nun einen Entschluss gefasst: „Ich habe Angst um meine kleine Schwester und… ich werde nach England reisen. Ich will wissen, dass es ihr gut geht und… würdest du dich hier um Cordelia kümmern. Ich fürchte, dass sie…“
„Du glaubst, dass sie es nicht verstehen würde? Kann ich verstehen… weil sie Cordelia ist und weil sie deine Freundin ist. Ich meine, ich kann auch dich verstehen, aber… ich meiner Beziehung zu Buffy habe ich gelernt, dass eine verliebte Frau immer ihren eigenen Kopf durchsetzt und nicht darauf hört, was du für sie am Besten hältst“, Angel verschränkte die Arme vor seinem Körper und Wesley musste ihm nickend zustimmen.
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Susan saß an ihrem Arbeitsplatz, als ihr Vorgesetzter Quentin Travers zu ihr kam: „Miss Bones, hat sich Miss Pryce schon bei Ihnen gemeldet? Sie müsste doch schon längst da sein.“
„Noch nicht, Sir. Aber ich werde gleich bei ihr vorbeifahren und sehen, wann sie ankommt“, Susan sah Travers in seinem Büro verschwinden und schnappte sich dann ihre Tasche, in der ihr Autoschlüssel war. Sie würde sofort zu Deleyn fahren, denn vielleicht hatte Patrick ja doch zu Recht Angst um sie gehabt.
Was war, wenn diese Faith ihr wirklich etwas antun würde und dann niemand etwas davon erfuhr?
Susan würde sich unentwegt Vorwürfe machen und so stieg sie in ihren silbernen Astin Martin, den bereits ihr Vater gefahren war und fuhr darin zum Haus ihrer besten Freundin. Dies lag ganz ruhig da und niemand würde ahnen, was darin vor sich ging. So wusste auch Susan nicht, was sie erwarten würde und deshalb stieg sie langsam aus und nahm einen weiteren Schlüssel aus ihrer Handtasche. Sie schloss damit vorsichtig die Tür auf und ging hinein, wo Faith sie überraschte: „Seltsam, wer hier alles rein und rausgeht.“
„Sie sind also Faith. Ja, Patrick hat mir bereits von ihnen erzählt. Und jetzt nehmen sie das Messer runter, denn es wird ihnen nichts bringen“, Susan war bereit dazu die Jägerin zu entwaffnen, als Deleyn in die Küche kam: „Susan? Du kennst Faith also schon. Schön, ich habe sie gerade auch kennen gelernt. Wusste gar nicht, dass ich nochmal eine Jägerin bekomme und dann auch noch Faith, die Jägerin, die mein Bruder trainieren sollte. Eine wirklich gelungene Idee vom Rat und ich hätte es auch gar nicht gut gefunden, wenn einer meiner Freunde, mir davon erzählt hätte… nein… sie gehen stattdessen einfach immer in mein Haus ein und aus. Aber ich denke… ja, gib mir meinen Schlüssel und dann geh Susan. Ich bin nicht in London, um alte Freundschaften neu zu gründen, sondern nur wegen meiner Arbeit.“
Faith hielt ihre Hand hin und schloss die Tür hinter Susan, ehe sie sich wieder zu Deleyn umdrehte: „Sie gefallen mir. Ich glaube, das könnte sogar was werden.“
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Spike landete hart auf dem Boden in Charlie Choirs Büro und die Anwältin sah ihn von oben herab an: „Es gibt nicht viele, die so dumm sind die Vertragsbedingungen nicht einzuhalten. Und sie Mister, haben einen Vertrag bei Wolfram & Hart. Einen Vertrag, aus dem ich sie nicht so einfach entbinden werde. Meine Vorgänger mögen hier ja leichtsinnig gewesen sein, aber ich bin es nicht. – Sie werden noch heute etwas für mich erledigen und jedes Mal, wenn ich unzufrieden bin, dann werde ich sie dies deutlich spüren lassen.“
Spike schrie auf, als der Handlanger der Anwältin ein Fläschchen Weihwasser über ihn goss und dann hörte er wieder Charlies Stimme, die direkt in sein Ohr sprach: „Verstanden?“
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Joyce zog sich immer mehr zurück, weil sie keinem zur Last fallen wollte. Immerhin gaben sich alle Mühe, ihr Leben zu retten und das wollte sie auch behalten. So versuchte sie nun auch auf andere Gedanken zu kommen und ging in einer kleinen Bar etwas trinken. Hier saßen auch Andrew und Harmony wieder zusammen und sprachen über ihre alte Heimat. Joyce hörte sie und setzte sich zu ihnen, was Harmony erst Angst machte. Denn Joyces Tochter war nicht nur ihre Schulkameradin gewesen, sondern Buffy war immer noch die Jägerin und demnach nicht gut auf die Vampirin zu sprechen. Deswegen sagte Harmony kaum ein Wort und wollte Joyces Angebot auch nicht annehmen, die die beiden ins Hotel einlud, wo sie Buffy auf andere Gedanken bringen sollten.
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Fred suchte weiter in den Büchern, während Gunn die wegräumte, die sie schon durchhatte und brachte damit etwas Ordnung ins Chaos. Dafür war sie ihm auch sehr dankbar und lächelte ihn nun schüchtern an: „Ohne dich, würde ich hier wirklich in den vielen Seiten versinken.“
„Ja, dann bin ich ja froh, dass ich dein Rettungsring sein kann. Immer da und du musst dich nur festhalten“, Gunn erkannte sich manchmal gar nicht selbst, wenn er mit Fred sprach. Doch ihre herzliche Art machte ihn immer wieder glücklich und so hatte er die Idee sie vielleicht auf andere Gedanken zu bringen: „Was hältst du denn davon, wenn wir nach den Büchern einen Film gucken?“
„Ich glaub nicht, dass wir hier so bald fertig werden. Immerhin hab ich noch nicht ein Buch gefunden, das uns weiterbringen würde“, Fred nahm sich das nächste Buch und sah im Augenwinkel, dass Gunn das Gleiche tat.
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Faith´ sah sich in Deleyns Wohnzimmer um und ging gerade die DVD-Sammlung durch: „Wissen Sie, dass die Habseligkeiten einer Person auf den Charakter schließen lassen? Sie sind zum Beispiel der romantische Typ mit diesen Kitschfilmen wie Titanic oder 10 Dingen die… oh, die ich an dir hasse. Bei ihrem Bruder würde ich die bestimmt zusammen bekommen. – Hören Sie mir eigentlich zu?“
„Nein, ich beobachte lieber den Wagen, der da vor meinem Haus steht. Ich glaube, dass uns jemand beobachtet und genau wissen will, was wir tun“, Deleyn sah weiter aus dem Fenster, als Faith sich neben sie stellte: „Sie sind anders, als die meisten Wächter… sie sind nicht so verstaubt wie die anderen… können Sie mir überhaupt 10 Dinge nennen, die ihnen an diesem Beruf gefallen?“
„Ich weiß nicht, ob es 10 Dinge gibt… aber ich weiß, dass der Rat über viele Dinge Bescheid weiß, die er selbst seinen Wächtern verheimlicht. Das habe ich in Los Angeles und auch in England deutlich zu spüren bekommen“, Deleyn ging die Treppe nach oben in ihr Zimmer, wo sie ihre Tasche auspacken wollte und dann fiel ihr auf, dass ein weiterer Brief auf ihrem Bett lag: „Faith? War irgendjemand in meinem Zimmer?“
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Wesley stellte sich am Abend mit einem gepackten Koffer vor die versammelte Mannschaft und erzählte ihnen, dass er nach London aufbrechen wollte. Er glaubte daran, dass, wenn seine Schwester dort angegriffen werden wird, auch das Geheimnis um Cordelias Visionen in London zu finden sein müsse. Giles gab ihm hierbei Recht und nickte seinem alten Freund zustimmend zu: „Dann gehen wir alle nach London, keine Widerrede. Wir gehen alle und vielleicht erfahren wir im Rat mehr über diese Bruderschaft. Wir müssen nur irgendwie wieder reinkommen…“
„Ich hätte da eine Idee“, Harmonys Stimme erklang von der Tür aus und alle fuhren zu ihr, Joyce und Andrew herum. Niemand hatte die Drei kommen hören und nun konnte Buffy ihren Augen nicht trauen: „Eine blonde, dämliche Vampirin will uns helfen?“
„Ja… ich weiß wo Spike ist und… euer Rat wird doch bestimmt gerne einen schrecklichen Vampir als Opfer annehmen oder nicht?“, Harmonys Idee klang gar nicht schlecht und Angel musste ihr zustimmen: „Ihre Idee ist gut und die einzige Alternative wäre es, mich auszuliefern.“
„Das wird niemand machen, Angel. Es wäre für Quentin Travers wie ein Sieg, wenn er dich in die Finger bekommen könnte. Nein, wir fangen Spike und dann sehen wir weiter. Mal sehen, was der Rat wirklich weiß. Vielleicht reicht ja auch einfach Harmony“, Buffy klang abwertend und traf Harmony dadurch sehr, die spürte wie Andrew sie in den Arm nahm. Er versuchte sie aufzumuntern, während Gunn und Xander wissen wollten, wo Spike zurzeit war.
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„Was wollen sie von mir?“, Spike keuchte und dann setzte der dämonische Handlanger ihn auf einen Stuhl, von wo aus er Charlie in die Augen sehen konnte. Sie lehnte sich entspannt in ihren Stuhl zurück und knete ihre Finger durch bis sie knackten: „Endlich scheinen wir uns zu verstehen, also…“
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Deleyn öffnete den Umschlag und las die wenigen Zeilen in Ruhe durch…
Sehr geehrte Miss Pryce,
ich bin froh zu hören, dass Sie gut in London angekommen sind. Wir werden uns schon bald hier wiedersehen und ich bitte Sie bis dahin Vertrauen zu haben. Aber vergessen Sie auch nicht, dass niemals alles so ist, wie es scheint.
Ihr
M.P.
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„Die nächste Phase ist angelaufen, Sir. Miss Pryce ist in ihrem Haus angekommen… natürlich, ganz wie Sie wollen“, der Mann in dem schwarzen Wagen legte das Handy wieder auf das Armaturenbrett und nahm dann das Fernglas wieder in die Hand, um die Frauen im Haus zu beobachten.