Folge 2.18
Folge 2×18 (30)
Rusna
Ansur turn around
„Schafft ihn weg hier. Ich will ihn nicht mehr sehen. – Deleyn, wir gehen zu deinem Bruder. Komm mit uns.“ Deleyn wurde von M.P. und ihrem Mann mitgenommen und Cordelia wollte ihnen folgen, doch Giles hielt sie zurück: „Warte noch… wir müssen erst wissen, wo wir hier sind und ob wir ihnen trauen können.“
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Als sie den Flur betraten, konnte Deleyn bereits kaum atmen. Alles sah danach aus, als wären sie in einem Krankenhaussaal. So steril und karg, dass es nicht lebenswert wirkte, sondern fast wie tot. Genauso wie er auch dalag. Denn Wesley hatte einen Verband um den Hals und lag in einem Krankenbett, indem er selbst noch blasser wirkte als das Laken. Nicht einmal seine Augen stachen heraus, denn diese waren geschlossen und sie öffneten sich nicht einmal, als Deleyn die Hand ihres Bruders nahm, um diese fest zu drücken.
Doch Wesley regte sich nicht und auch sein Puls war schwach, weshalb sich nun auch die beiden Älteren im Raum Angst um ihn hatten und den Arzt nach Neuigkeiten fragten: „Wann wacht er wieder auf?“
„Es tut mir leid, Wyndham. Dein Sohn hat viel Blut verloren, dabei war die Wunde gar nicht so tief… aber Choir hat die Pulsschlagader erwischt… er lebt noch, doch ich weiß nicht, wann er aus dem Koma aufwachen wird.“ Die Worte des Arztes fuhren allen in die Glieder. Eine ganze Familie hatte Angst um ihren Sohn und Deleyn kämpfte mit einer Panikattacke. Sie versuchte ihre Atmung zu kontrollieren, doch das gelang ihr erst, als M.P. ihr ihre Hand auf die Schulter legte: „Wir werden alles für ihn tun. Wir lassen ihn nicht sterben.“
Ihr Blick ging von Deleyn zu Wesley und dann schluckte M.P., da sie nicht weinen wollte. Doch nach einem zustimmenden Nicken ihres Mannes, ließ Ashley eine Träne aus ihren Augen kullern.
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Angelus fand Spike auf der Straße und schrie ihn an, ihm zu folgen, wenn er sein Leben behalten wollte. Spike verstand dies zunächst nicht, doch als er die Gruppe Vampire auf sie zukommen sah, nickte er geistesabwesend und nahm die Beine in die Hand.
Er lief los und versuchte Angelus einzuholen, der genau wusste, wo er hinwollte. Und auch wenn er die ganze Nacht durchrennen musste, ihn würde niemand von seinem Ziel fernhalten können.
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Buffy verstand nicht, warum Giles Cordelia festhalten konnte. Sie wollte doch nur bei Wesley sein, ihrem Freund, und das durfte er ihr nicht verbieten, dafür wollte Buffy sorgen: „Lassen Sie sie zu ihm. Sie hat ein Recht darauf, so wie Deleyn. Giles, lassen Sie sie gehen.“
Gerade als Giles darauf antworten wollte, hatte Cordelia eine Vision. Sie sah das Gebäude von Wolfram & Hart und die Leiche von Charlie Choir, über die sich Angelus und Spike beugten…
„Sie wollen etwas stellen… aber ich versteh es nicht.“ Cordy konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, weshalb nun Joyce sich ihrer annahm, während Buffy weiterhin Giles provozierte: „Muss das sein? Sie ist schon fertig genug und die Visionen machen das nicht einfacher.“
„Aber wenigstens wissen wir so, was passiert. Sie hat von Angelus und Spike gesprochen, also musst du sie mit Faith aufhalten. Nehmt Harmony mit. Ihr vertrauen die Zwei vielleicht. – Buffy, ich weiß, dass dir das alles nicht gefällt, aber ich weiß selber nicht wie ich besser mit dieser Situation umgehen soll. Also tu, was ich dir sage.“ Giles´ Ehrlichkeit brachte Buffy dazu umzudenken und sie verließ mit Faith und Harmony das Gebäude, während der glatzköpfige Krieger nun auf den Rest der Gruppe zuging: „Was glauben Sie vor uns verheimlichen zu können?“
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Deleyn sah hinunter auf ihren Bruder und wusste, dass sie nicht einfach hier sitzen und warten konnte. Sie wollte Antworten und sie wollte Gewissheit, weshalb sie an ihren Eltern vorbei ging. Sie konnte diesen Beiden ja nicht einmal vertrauen oder glauben, dass es sich um ihre Eltern handelte.
Doch zumindest schien es so, als würden sie Wesley nichts tun und so musste sie jemanden finden, der ihr wirklich Antworten gab. Deshalb lief sie die Treppe nach unten und fand dort ihre Freunde. Gleich umarmte sie Cordelia und sagte dieser, wie es Wesley ging. Danach erfuhr sie unter Tränen von den Visionen und dann ließ Deleyn ihre Freundin sich wieder neben Joyce setzten, ehe die Wächterin zu Xander ging: „Ich weiß jetzt von den Visionen und ich weiß, dass wir in einem Haus des Rusna-Bundes waren. M.P. ist das Oberhaupt, aber ich bekomme nicht aus ihr heraus. Sie will mir etwas die Wahrheit sagen, wenn ich für alles bereit bin. Aber dafür bleibt keine Zeit… wo sind die Jägerinnen? Giles, ich muss wissen, was Angelus und Spike wollen. – Und Sie… werden es mir sagen.“
Deleyn zielte mit einer Waffe auf den glatzköpfigen Mann, der von diesem Angriff überrumpelt schien und sich nicht regte. Er sah nur nach oben zum Treppenabsatz, auf dem M.P. und ihr Mann auftauchten und nickten.
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Angelus und Spike erreichten das Gebäude und stürmten es. Niemand stellte sich ihnen in den Weg und so kamen sie ungehindert in Charlie Choirs Büro, deren Leiche noch immer auf dem Boden lag.
„Das kann nicht wahr sein.“ Angelus stand still da, während sich Spike neben Charlie niederließ und an ihr schnupperte. Doch er konnte nur ihren Tod feststellen und drehte sich dann zu Angelus um: „Was wollen wir hier?“
„Ich will diese Seele haben und sie selbst zerstören.“ Angelus war von Gier und Hass besessen und suchte das ganze Büro ab, doch als er eine dünne Wand einschlug, fand er auf der anderen Seite bereits eine Verwüstung und damit die Gewissheit, dass schon jemand vor ihnen hier gewesen ist…
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Deleyn ließ ihre Waffe nicht sinken, sondern hörte dem Mann einfach nur zu: „In Ordnung. Ihre Eltern und ich sind seit vielen Jahren gute Freunde. Du nanntest mich immer Onkel Bob… aber um deine Frage zu beantworten. Ich habe Charlie Choir getötet und ich habe etwas aus ihrem Büro gestohlen.“
„Er hat Angels Seele gestohlen und sie hergebracht, so wie wir es von ihm wollten. Es war seine Aufgabe, damit wir dem Vampir die Seele zurückgeben können. Er darf nicht wieder ungehindert morden, da stimmst du mir doch zu. – Also, sag deinen Jägerinnen, dass sie ihn hierher bringen sollen, damit nicht noch mehr Menschen in Gefahr geraten… Deleyn, du musst uns vertrauen.“ Deleyns Vater redete seiner Tochter gut zu und sie blickte kurz zu Willow, die Buffy und Faith ein Zeichen schicken sollten, was diese noch vor ihrem Eintritt in die Kanzlei erhielten. Sie wollten daraufhin gleich umkehren, doch dann hielt Harmony sie auf und zeigte nach oben: „Dort, sie stehen dort am Fenster und… Hilfe, sie springen. Los, laufen!“
Angelus und Spike hatten das Licht gesehen und wussten, dass dort jemand war und dies konnten nicht die Vampire sein, denn diese versuchten gerade das Büro zu betreten und würden Spike und Angelus finden, weshalb diese nun sprangen und den drei Frauen folgten. Angelus konnte sofort erkennen, dass Buffy eine von ihnen war, denn ihr Geruch war unverkennbar. Das machte es nun noch interessanter, doch wusste er nicht, dass er in eine Falle laufen sollte.
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Während Willow und Giles mit Deleyns Eltern ein Ritual vorbereiteten, zog Gunn Fred zur Seite. Er konnte in ihrem Blick sehen, dass sie Angst hatte und er konnte sie nur allzu gut verstehen: „Fred… Fred, ich liebe dich und… ich habe schon viel durch Vampire und Dämonen verloren, aber dich will ich nicht verlieren. Was sagst du also, wenn… wenn ich dir verspreche, dass wir gemeinsam verschwinden und uns irgendwo ein eigenes Leben aufbauen. Nur wir beide.“
Fred lächelte oder versuchte dies zumindest und warf sich Gunn dann in die Arme, ehe sie ihm ihre Antwort in einem intensiven Kuss gab, der jedoch von Buffy, Faith und Harmony unterbrochen wurde, die ins Haus stürmten und sich gleich darauf wieder zur Eingangstür umdrehten, in der Angelus und Spike auftauchten. Beide sahen gefährlich und angriffslustig aus, doch dann wurden sie von einem hellen Licht eingefangen, welches das Ritual auf sie warf. Erst als dieses die Vampire wieder frei ließ, lagen sie wie benommen auf dem Boden und merkten nicht wie die anderen Vampire über sie hinweg rannten und die Jägerinnen und ihre Freunde überraschten.
Jeder versuchte sich zu schützen und Bob rief die anderen Mitglieder des Geheimbundes, die Waffen verteilten. Buffy griff gleich zu und schlug einem Vampir den Kopf von den Schultern, als sie einen Schrei hörte und sich zu ihrer Mutter und Dawn umdrehte. Die Beiden wurden von drei Vampiren umzingelt und Buffy rannte auf sie zu. Sie erwischte Dawns Angreifer, doch für Joyce kam sie zu spät…
Deleyn und Giles kämpften Seite an Seite und schlugen einen Vampir nach dem Anderen, bis sich der Rest plötzlich zurückzog und sich geschlagen gab, woraufhin M.P. ihrer Tochter um den Hals fiel und bitterlich weinte: „Ich wollte nicht, dass es jemals so weit kommt. Ich wollte, dass du und Wesley sicher seid und nun… bitte verzeih mir, meine Kleine.“
Deleyn verstand kein Wort, als sie dieses helle Licht sah, dass auf sie zuflog und von ihrem Körper Besitz ergriff: „Bitte helft mir… es ist noch nicht vorbei.“
ENDE der 2. Staffel