Folge 2.17
Folge 2×17 (29)
Ein Schuss ins Dunkle
A shot in the dark
Wesley konnte nichts mehr halten. Er lief die Treppe nach unten zu Henry und wollte von ihm wissen, wo der Treffpunkt des Geheimbundes war. Seine Freunde verstanden seine Angst und liefen gleich mit, während sie nicht ahnten, was sie dort unten erwartete…
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Faith hatte Henry gerade losgebunden und dieser sprudelte drauf los. Er erzählte der Jägerin und Harmony, dass nicht nur er hinter Rusna her war, sondern schon viele vor ihm: „Das Bild von den Kindern habe nicht ich gemacht, sondern mein Vater. Er trug es seit diesem Tag immer bei sich und hat mir gesagt, dass die Beiden wohl ein Schlüssel zum Ziel wären. Doch er konnte mir nicht sagen, was er damit meinte, denn dann wurde er getötet. Ich hab mit eigenen Augen gesehen wie dieser Kerl ihn erschossen hat. Ich werde diesen Moment niemals vergessen… der Glatzkopf neben ihm wollte mich dann auch töten, doch der Mörder meines Vaters hat nein gesagt. Er sagte, dass Kindern nichts passieren dürfte… aber das war wohl sein größter Fehler.“
„Und seitdem jagen Sie diese Gruppe. Sie wollen Rache für ihren Vater… wussten Sie denn auch, dass ihr Vater das Haus seines Mörders in Brand gesteckt hat, um dessen ganze Familie zu töten… auch die zwei Kinder“, unerwartet ergriff Giles das Wort und da er seine Brille ausgezogen hatte, sah er bedrohlich aus, wie er mit seinen Augen Henry fixierte, der nicht verstand, was man ihm sagen wollte. Doch Giles war noch nicht fertig und schaute nun zu Wesley: „Ich kann mir dessen nicht sicher sein. Doch ich glaube, dass sein Vater schuld daran ist, dass du und Deleyn alleine aufwachsen musstet. Vielleicht haben eure Eltern sogar nach euch gesucht, doch sein Vater machte es ihnen unmöglich euch zu finden.“
„Giles, dann würde ich ihn doch kennen. Wenn das, was du sagst, die Wahrheit ist, dann wären Deleyn und ich doch nicht immer alleine gewesen. – Es ist jetzt auch egal. Ich will darüber nicht nachdenken, ich will nur zu ihr und du, Henry, wirst mir sagen, wo ich sie finde.“ Wesley ging auf den Mann zu, der schluckte und nicht wusste, ob er eine passende Antwort parat hatte.
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Deleyn konnte es nicht glauben. Sollte der Mann ihr gegenüber wirklich ihr Vater sein? Ein Vater, der sie niemals in die Arme genommen hatte, sondern ihr ganzes Leben lang verschwunden war?
Nein, sie schüttelte den Kopf, denn es konnte nicht wahr sein. Es war alles wieder nur ein Spiel und dieses hatte sich bestimmt wieder diese Frau ausgedacht, die nun auf sie zukam und ihre Hand nahm: „Ich wollte es dir schonend beibringen und dir erst die Wahrheit sagen, wenn du bereit bist, alles zu erfahren. Denn noch sind wir nicht am Ende. Noch ist nichts so, wie es sein sollte. – Deleyn… meine Tochter… mein liebes Kind, du musst jetzt keine Angst mehr haben. Es wird alles wieder gut und du wirst nie wieder alleine sein. Wir werden deinen Bruder herbringen und dann…“
Deleyn verpasste M.P. eine Ohrfeige und stand dann schwer atmend vor der Frau, die so viele Menschen auf dem Gewissen hatte und nun so unverschämt war zu behaupten, sie wäre Deleyns Mutter.
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Darla verstand nicht, was für Angelus so zum Lachen war, denn hier hatte er keine Verbündeten. Alle Vampire hier standen voll und ganz hinter Darla und das bewies sie ihm nun auch. Sie schnipste einmal mit den Fingern und schon griffen ihre Krieger an. Auch die Dämonen, die Angelus hergebracht hatten, krochen wieder hervor, bis der seelenlose Vampir es scheinbar verstanden hatte. Er wurde festgehalten und ein Vampir mit verbundenen Händen hielt ihm ein Kreuz entgegen. Angelus spürte den Schmerz, als er zu Darla hinübersah: „Sie gehören zu dir?“
„Jeder Einzelne. Das war ein Geschenk von Charlie Choir. Du weißt schon, die Anwältin von Wolfram & Hart, die dir deine Seele für immer genommen hat. Nur leider hat mein Liebling wohl das Kleingedruckte überlesen.“ Nun war es Darla, die teuflisch lächelte und Angelus verstand dies nicht, bis sie auf ihn zuging und das Kreuz noch fester an seine Brust drückte, wodurch auf ihre Hand Rauch entwich: „Du hast den Vertrag gelesen, doch nicht gut genug. Oder glaubst du, dass eine solche Kanzlei etwas umsonst für dich tut? Nein, du hast ihnen deine Seele verkauft und dein unsterbliches Leben, in dem du alles tun musst, was Charlie dir sagt. – Armer Geliebter… das du das nicht gesehen hast.“
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„Ich weiß nicht, wo diese Gruppe sich trifft. Sie haben überall ihre geheimen Versammlungen und man kann nie wissen, wo es sie als Nächstes hinzieht. Ich bin ja schon froh, dass ich dieses Haus hier durch Richard gefunden habe. Der Hausbutler war zwar nicht so leicht zu bestechen, aber zum Glück habe ich das Geld meines Vaters gut angelegt und konnte ihn bezahlen. Doch dann musste diese Frau ihn ja umbringen.“ Henry war wütend, doch dann meldete sich Willow zu Wort: „Vielleicht kann ich uns hier rausbringen. Ich habe mich nun lange geschont, jetzt müsste ich uns wieder fortbringen können.“
Wesley nickte und dann stellten sich alle um Willow herum, wobei Harmony Faith´ Hand nahm, was der Jägerin einen Stich versetzte. Sie konnte ihre neue Freundin nicht ansehen, sondern starrte Fred und Gunn an, die sich so vertraut schienen, wie sonst niemand in der Runde, die sich allmählich auflöste…
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„Deleyn, du kannst doch nicht deine Mutter schlagen.“ Deleyns angeblicher Vater trat hinter M.P. und schaute über sie hinweg die Wächterin an, die überlegte wie sie hier herauskommen sollte, als sie von hinten gepackt wurde. Der glatzköpfige Mann hatte sich hinter sie gestellt und fragte, ob es nicht besser wäre sie nun wegzubringen.
Nach einem Nicken von M.P. wurde Deleyn nach oben gebracht, während unter ihr eine Versammlung abgehalten wurde. Davon bekam die Wächterin nichts mit und wollte dies auch gar nicht. Sie wollte die Tür erreichen, doch dann tauchten vor ihr ein Funkeln aus und ein glänzender Schein, aus dem ihr Bruder und ihre Freunde traten. Deleyn lief gleich auf Wesley zu und umarmte ihn.
In der Zwischenzeit beglückwünschte Buffy ihre beste Freundin, die ebenfalls lächelte und froh war, es geschafft zu haben. Sie sah jedoch auch wieder erschöpft aus, weshalb Xander sie festhielt. Buffy sah ihre Freundin nun besorgt an und schaute dann zu ihrer Schwester und ihrer Mutter, die sich festhielten, so wie Wesley und Deleyn, die jedoch nicht sahen, was hinter ihnen passierte. Denn Henry hatte ein Messer gezückt und wollte damit auf Deleyn einstechen, doch Wesley riss seine Schwester im letzten Moment herum und wurde selbst getroffen.
Laut schrie Cordelia auf und sogleich wurde Henry von Gunn und Faith angegriffen. Die Beiden stürzten den Angreifer zu Boden, der protestierte: „Ihr müsst es mich zu Ende bringen lassen. Sie müssen sterben.“
Plötzlich verstummte die Gruppe, denn ein Schuss ertönte…
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Angelus wollte es nicht hören und erst recht nicht glauben. Hatte er wirklich so dumm sein können? War er auf die Anwältin herein gefallen? Es gab nur einen Weg, sich darüber Klarheit zu verschaffen. Er musste in die Kanzlei und Charlie Choir zur Rede stellen. Doch Darla würde ihn nicht gehen lassen. Sie funkelte ihn nur an und lächelte dabei süffisant: „Verstehst du es jetzt?“
„Du hast das alles geplant. Du hast mich für dich haben wollen. Doch ich lasse mich nicht besitzen, Darla. Ich bin Angelus und du solltest wissen, was das bedeutet.“ Der Vampir riss sich von seinen Angreifen los und entriss Darla in aller Eile das Kreuz, mit dem der sie pfählte. Im nächsten Moment zerfiel die Vampirin zu Staub und Angelus musste sehen, dass er davonkam, ehe ihn das gleiche Schicksal ereilte.
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Der glatzköpfige Mann stand an der Kellertür mitsamt M.P. und Deleyns angeblichen Vater. Dieser schaute gebannt zu Wesley, der immer mehr Blut verlor und gab dann zwei Männern hinter ihm den Befehl ihn wegzubringen und zu versorgen.
Cordelia folgte ihnen, was Deleyn auch im ersten Moment tun wollte, doch dann ging sie auf Henry zu und riss ihn vom Boden hoch: „Was hat er Ihnen getan? Warum wollten Sie ihn umbringen? Er ist doch nur mein Bruder. Er tut niemandem etwas.“
„Deleyn!“ Mister Pryce schrie Deleyn an und ging dann auf seine Tochter zu, die Tränen in den Augen hatte, als ihr angeblicher Vater sich neben sie stellte und seinem Krieger zunickte. Dann wandte er sich wieder Deleyn zu, sah aber Henry an: „Vor dir steht ein junger Mann, der nicht Wesley töten wollte, sondern alles wofür ich und deine Mutter kämpfen. Ist es nicht so Mister Choir?“
Henry lachte teuflisch, bevor der glatzköpfige Mann hinter ihn trat und dem jungen Mann direkt in den Kopf schoss und ihn damit genauso tötete wie seine Schwester Charlie.