Folge 2.16

Folge 2×16 (28)

Verborgen

Hide away

Gunn und Willow hatten die Bilder von den Wänden genommen und gingen nun damit nach unten zu ihren Freunden, die froh waren sie zu sehen. Buffy und Fred liefen dabei als Erstes los und quasselten drauf los, was sie bisher erfahren hatten. Xander war dann jedoch derjenige, der wieder Ruhe einkehren ließ: „Hey, jetzt hört alle zu. Wir müssen jetzt nachdenken, was wir als Nächstes tun und Sie, Sie sagen mir mal endlich ihren Namen. Ich hab es satt, dass alle sich für etwas Besonderes halten und uns nicht einweihen.“
„Gut, schon gut. Mein Name ist Henry. Henry Miller.“ Der Fremde erblickte die Bilder in Gunns Händen und riss sie an sich: „Das sind meine.“

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„Wenn das Ihre Bilder sind, dann waren Sie auch derjenige, der uns angegriffen hat. Sie haben Gunn niedergeschlagen und einen Energieball nach mir geschleudert. Nur warum?“, Willow schaute Henry an und hatte durch ihre Frage auch die Aufmerksamkeit von allen Anderen auf sich gezogen. Xander platzte sogar der Kragen und für seine beste Freundin schlug er Henry mitten ins Gesicht.
Willow und Buffy wollten eingreifen, wobei die Photos zu Boden fielen und Dawn diese einsammelte. Als sie die Kinder auf den Bildern sah, schrie sie in den kämpfenden Pulk hinein: „Hey, wartet mal. Wenn diese Bilder wirklich von ihm sind… und das hier so aussieht, als wären es Wesley und Deleyn… wie kann er sie dann gemacht haben? Ich meine, dafür ist Henry doch viel zu jung.“
Henry wurde losgelassen und Wesley sah sich die Bilder an, die Dawn ihm gerne reichte. Sie fragte ihn auch, ob er das Bild irgendwoher kannte, doch er schüttelte nur den Kopf: „Ich weiß, dass Deleyn Angst vor Feuer hat. Doch wieso war mir nie klar… doch wenn das hier real ist, dann… dann sind unsere Eltern also bei einem Brand ums Leben gekommen.“
„Das tut mir leid.“ Cordelia nahm die Hand ihres Freundes und sah, wie er tief durchatmete. Dann ging sein Blick zu Giles und den beiden Wächtern wurde etwas klar. Es waren nicht Deleyn und Wesley, die Teil von Rusna waren, sondern deren verstorbene Eltern, weshalb Giles zu dem Buch griff: „Deine Eltern müssen hier auch aufgelistet sein. Dann kennst du wenigstens ihre Namen.“

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Deleyn wich zurück, doch Angelus ging immer weiter auf sie zu. Er roch ihr Blut und wollte dieses nicht verkommen lassen. Es sollte seine Lippen benetzen, doch dann wurde ihm schwarz vor Augen.
Aus dem Schatten hinter dem fallenden Vampir tauchte ein Mann auf, den Deleyn bis jetzt noch nie gesehen hatte. Er wirkte freundlich, als er lächelte, aber im nächsten Moment gewann er seine Ernsthaftigkeit zurück und nahm ihre Hand: „Komm, wir müssen hier weg, bevor noch andere Vampire hier auftauchen.“
„Wer sind Sie?“, von dem Fremden mitgerissen, konnte sich die Wächterin nicht einmal mehr nach Angelus umdrehen, der schnell wieder zu sich kam und sich vom Boden erhob. Er streckte gleich seine Nase in die Luft und erkannte, dass Deleyn noch nicht weit weg war. Er wollte ihr deshalb gleich folgen, doch dann hörte er in der Stille Geräusche. Ein Zischen und ein Flüstern und dann Spikes Schreie, ehe Dämonen ihre Arme nach Angelus ausstreckten und auch ihn packten. Die kleinen Wesen, die für ihre Körpergröße außergewöhnlich stark waren, trugen den Vampir auf Händen, was nicht besonders bequem war.
Durch den Keller eines leer stehenden Hauses brachten sie ihn dann zu einer unterirdischen Gruft, die von Kerzen erleuchtet war und in welcher eine Gruppe Vampire wartete. In ihrer Mitte konnte Angelus Darla erkennen, die auf ihren Gefährten zuging und ihm ins Gesicht schlug: „Wie konntest du mich hintergehen, wo ich dir ein neues Leben gab. Ich habe dich zurück bringen lassen und alles für dich riskiert, aber du musstest ja alleine gehen. Du hast nicht im Geringsten an mich gedacht.“
„Warum sollte ich, Darla? Ich habe keinen Funken Menschlichkeit mehr in mir und somit weiß ich auch nicht, was du für ein Opfer hältst. – Jetzt bin nur noch ich derjenige, der das Sagen hat und du hast meinem Befehl zu gehorchen.“ Angelus schubste Darla in die Gruppe von Vampiren hinein und lachte teuflisch.

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Während Giles noch weiter mit Wesley nach einem Namen suchte, schnappten sich Faith und Harmony Henry und brachten ihn nach unten. Sie fesselten ihn auf die Barre, auf der vorher Harmony gelegen hatte und diese sah nun genüsslich auf Henry hinunter: „Ich weiß ja nicht, was Sie mit mir gemacht haben, doch Ihnen wird es noch leidtun.“
„Da hat meine Freundin ganz Recht. Ich verspreche Ihnen, dass es mehr als wehtun wird.“ Faith hielt ein Messer in ihrer Hand, das sie hin und her drehte und es dadurch glänzte.

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Deleyn rannte einfach weiter mit dem fremden Mann an ihrer Seite, auch wenn sie diesem nicht unbedingt vertrauen konnte. Sie kannte ihn ja nicht einmal, aber wenigstens hatte er sie vor Angelus beschützt und das musste ihr für den Anfang genügen. Denn von dem Vampir wollte sie nicht getötet werden, sondern lieber erfahren wie man ihm vielleicht helfen konnte. Sie hatte schließlich im vergangenen Jahr gelernt, dass etwas Gutes in ihm steckte und das wollte sie nicht so einfach wieder aufgeben. Lieber wollte sie auf Angel vertrauen und auf…
Deleyn blieb stehen, als sie merkte wie der Fremde neben ihr auf einen schwarzen Wagen zulief. Dieser erinnerte sie an den Wagen von M.P. und dann dachte sie wieder an den Zettel in ihrer Hand. Wir halten das Über von Ihnen fern… wir sind für Sie verantwortlich… Sie müssen uns nur vertrauen.
„Das hatten Sie also von Anfang an vor. Es ist nur so ein weiteres dummes Spiel, aber mir reicht es. Es kann doch nicht sein, dass… aua, Sie tun mir weh.“ Deleyn wurde gegen ihren Willen in den Wagen gezogen, der sich gleich darauf in Bewegung setzte.

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„Mir kommt kein Name bekannt vor. Habt ihr etwas auf den Bildern entdeckt?“, Wesley drehte sich zu Xander und Buffy um, die jedoch den Kopf schüttelten, bis Willow überraschend aufsprang: „Hier, ich hab was. Auf diesem Bild steht etwas drauf. – Für Ashley in Liebe Wyndham… Wyndham… das ist doch dein zweiter Name Wesley, oder?“
„Ja, und Deleyn heißt mit Zweitnamen Ashley. Wer ist denn auf dem Bild drauf, lass mal sehen.“ Wesley bekam das Bild von seiner Freundin, die plötzlich eine Vision hatte.
Cordelia sah Deleyn, die in einer Gruppe von Menschen stand. Alle waren dunkel gekleidet und der Mann, der auf sie zuging hatte ein Messer in der Hand…

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„Glaubst du, dass er auspacken wird? Er scheint nämlich keine Angst vor dir zu haben.“ Harmony war unsicher, als sie Henry ganz gelassen daliegen sah, doch dann legte Faith ihr ihre Hand auf die Schulter und nickte ihr zu: „Spiel einfach mit. Ich hab da noch eine andere Idee.“
Faith ging nach diesen Worten auf Henry zu und öffnete seine Hose. Sie grinste ihn hämisch an und nahm dann eine weitere Fessel von einem Tisch und band dieses Henry an sein bestes Stück, der nicht wusste, was vor sich ging. Dann konnte er nur sehen wie die Jägerin auf Harmony zuging und diese küsste.
„Na, guckt er.“ Faith grinste, als Harmony nickte und ihr sagte, dass das Gesicht des Fremden schmerzvoll aussah und damit hatte Faith genau das erreicht, was sie wollte. Doch andererseits hatte sie auch ein seltsames Gefühl in ihrem Bauch.

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Der schwarze Wagen kam zum Stehen und Deleyn stieg mit dem fremden Mann aus, der sie am Arm in ein Haus brachte. Die Wächterin hätte sich losreißen können, aber irgendetwas hielt sie davon ab. Deshalb folgte sie ihm ins Foyer des Hauses, wo M.P. stand und überrascht war, die junge Frau so schnell wiederzusehen: „Was macht sie hier?“
„Sie wurde angegriffen und ich konnte sie nicht alleine lassen. Es wird so oder so Zeit, ihr die Wahrheit zu sagen“, beruhigend redete der Fremde auf M.P. ein und mit der Zeit wurde sie ruhiger und machte Deleyn gegenüber sogar eine einladende Handbewegung, worauf die Wächterin den Zweien durch eine Tür in den Keller des Hauses folgte. Dieser war ausgefüllt mit Kerzen und auf dem Boden war eine große Rune aufgemalt, um die sich herum eine ganze Gruppe sammelte.
Der Fremde und M.P. gingen in die Mitte und nickten Deleyn zu, die sich zu ihnen gesellte und dann zuhörte, während der Fremde ein Messer aus den Händen des Glatzköpfigen nahm und dann begann zu sprechen: „Vor dreißig Jahren arbeiteten wir an einer Sache, die den Rat und insbesondere Quentin Travers betraf. Es passte diesem natürlich nicht und eines Nachts hat er uns überrascht… das Haus meiner Familie stand in Flammen und ich hörte meine kleine Tochter schreien. Doch durch das Feuer konnte ich nicht zu ihr… ich konnte nur mich und meine Frau retten und erfuhr viel zu spät, dass mein Sohn… sich und seine Schwester retten konnte… seit diesem Tag habe ich nicht nur versucht den Rat auffliegen zu lassen, sondern habe immer meine Familie beschützen wollen. Und heute… heute steht meine Tochter endlich wieder vor mir.“
Der Fremde zeichnete mit dem Messer eine Wunde an seinem Hals nach und Deleyn zuckte erschrocken zusammen… denn der Fremde war ihr Vater.

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