Folge 2.15
Folge 2×15 (27)
Das geheime Zimmer
Secret room, secret woman
„Wesley, Gunn, könnt ihr das auch sehen?“ Willow hatte sich in der Dunkelheit ein magisches Licht erzeugt, dass ihr und den zwei Männern nun mehrere Bildschirme zeigten, auf denen sie zu sehen waren. Sie zeigten sie in Situationen, die schon passiert sind und an die sie sich doch nicht hatten erinnern können, was Wesley stutzig machte: „Wir haben etwas vergessen und diese Frau wusste die ganze Zeit davon. Hier, seht mal, das ist die Vision, die Cordelia von Angel hatte und hier ist es, wo uns Angelus angegriffen hat. Ja, Joyce hatte uns schon alles gesagt und auch über Angelus… er sollte uns umbringen… aber wie konnten wir das vergessen?“
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Wesley, Willow und Gunn sahen noch immer in die visionären Bilder um sie herum und dann hörten sie ein Geräusch. Es musste also noch jemand hier sein und dieser Jemand war ihnen ganz nahe. Aus diesem Grund ging Gunn in einer Abwehrhaltung, doch er wurde nieder geschlagen und fiel krachend zu Boden. Dies alarmierte Wesley und Willow, auf die ein Energieball zugeflogen kam.
Der Wächter sprang zur Seite, doch die Hexe konnte sich nicht bewegen und wurde getroffen. Erst dann riss es sie von den Füßen und alles wurde ruhig, bis jemand vor Wesley trat und ihm eine Hand reichte, um ihm dabei zu helfen aufzustehen.
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„Okay, ich sage es ungern. Aber… Andrew, was weißt du über Geheimbündnisse?“ Xander schaute den Liebhaber von Sciene Fiction an und sogleich war Andrew in seinem Moment, doch er kostete den Moment aus und holte weit aus, bis er die finsteren Augen von Giles sehen konnte. Sogleich entscheidet er sich um und berichtet nur die Kurzversion, bei dem ihm alle gespannt zuhören: „Ein Geheimbund, wie zum Beispiel die Illuminati, besteht meist aus einer Gruppe von Männern, die gemeinsame Treffen abhalten, die alle nach dem gleichen Schema ablaufen. Sie glauben an eine Tatsache, die nur sie kennen, also ein Geheimnis. Sie benutzen dies als Waffe gegen den Rest der Welt, denn das sind alle nur Ungläubige, vor denen sie sich verstecken müssen bevor die Menschen nicht bereit für ihre Wahrheit sind. Wollt ihr noch mehr wissen?“
„Nein, Andrew, das reicht schon. – Jetzt ist nur die Frage, was diese Gruppe Rusna für ein Geheimnis hütet und vielleicht kann uns ja ihr Name weiterhelfen. Rusna… was bedeutet das nur?“ Giles grübelte darüber nach, als Wesley im Türrahmen auftauchte. Sein Kopf wies eine blutende Wunde auf und sogleich stürzte Cordelia auf ihren Freund zu, der sie bat, ruhig zu sein und dann zu den Anderen im Raum sprach: „Ich glaube, ich habe jemanden gefunden, der uns weiterhelfen kann.“
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M.P. stieg aus dem Zug und winkte jemanden zu sich heran. Jemanden, der im Dunkeln stand und nun auf sie zukam. Es war ein in dunkel gekleideter Mann mit einer Glatze, in dessen Jackett sich eine Waffe befand, von der M.P. genau wusste und die sie einen Augenblick später überreicht bekam. Sie nickte und hielt das kalte, leblose Etwas in ihren Händen, während ihre Gedanken bei einer lebendigen Person waren: „Sie haben es geschafft? Sie ist auch wirklich tot?“
„Natürlich ist sie das und ich bleibe auch am Nächsten dran. Ich bleibe an jedem dran, denn sie werden mich nie kriegen“, selbstsicher sprach der Mann, ehe er M.P. zurück in den Zug folgte und dann die bewusstlose Deleyn sehen konnte. Sein Blick ruhte für eine Weile auf der jungen Dame und ging dann zurück zu M.P.: „Ist sie hier sicher? Sie hat immerhin keine Ahnung und wird Fragen stellen. Sie ist eine Pryce…“
„Ich weiß, wer sie ist und wünsche keine Aufklärung… und sie kann es sich wünschen wie sie will. Von mir wird sie es nicht erfahren.“ M.P. ging auf die schlafende Frau zu und streichelte ihr über das dunkle Haar, während sich der Zug wieder in Bewegung setzte.
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Als Wesley mit dem jungen Mann den Raum betrat, waren die Anderen ganz still. Jeder von ihnen wollte hören, was es Neues gab, doch machten sich Buffy, Xander und Fred auch Sorgen um Willow und Gunn, die nicht bei Wesley und dem Fremden waren, der nun das Wort an sich riss: „Es tut mir leid, die kleine Runde stören zu müssen und Ihnen Angst gemacht zu haben. Aber ich musste mir Aufmerksamkeit beschaffen, ohne dass diese Frau etwas davon mitbekommen durfte. Es ist die größte Wichtigkeit, dass alles, was wir nun besprechen den Raum niemals verlassen darf. Tut mir leid, wenn ich so geschwollen rede, aber ich verschanze mich hier schon seit Monaten und irgendwie färbt dieses scheiß Geschwafel von der Alten ab. Sie wissen doch alle wen ich meine.“
Der Fremde blickte in die Runde und konnte überall einstimmendes Nicken sehen, woraufhin er weitersprechen wollte, doch Joyce unterbrach ihn: „Warum hassen Sie diese Frau so sehr? Sie hat doch uns hier festgehalten und ihr Spiel gespielt.“
„Sie hat nicht mit Ihnen spielen wollen, sondern mit… das verstehen Sie nicht. Diese Frau hat meine Familie töten lassen und sie alle sollen wohl die Nächsten sein. Ich will sie wirklich nur warnen, da sie bereits Ihre Gedanken verändert hat und zum Glück, glaubt er mir.“ Die Blicke wanderten von dem Fremden zu Wesley, der seinen Freunden erzählte, was er gesehen hatte.
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Charlie Choir lag auf dem Boden ihres Büros. Aus dem Loch in ihrer Stirn tropfte das Blut noch auf den Boden. Der Schuss hatte sie überrascht und sie hatte keine Chance mehr gehabt auszuweichen.
Der Tod hatte sie in Gestalt des glatzköpfigen Mannes heimgesucht und nun war es vorbei mit der Prämie für Angels Seele und dem Erfüllen ihrer Aufgaben. Denn es sah alles danach aus, als wäre ihr die Sache über den Kopf gewachsen. So als hätte sie diese düsteren Machenschaften nicht mehr ausgehalten, denn eine Pistole lag noch neben ihr. Und wenn man ihre Fingerabdrücke darauf finden würde, dann gäbe es auch keine Fragen zu ihrem Selbstmord. Doch wieso hätte sie es nach dem gelungen Coup tun sollen? Kämen nun nicht Fragen auf, ob wirklich alles gut gelaufen ist und musste man Angelus dann nicht aufspüren, um wirklich sicher zu gehen?
Genau darauf wartete M.P. und dann kam ein älterer Mann aus dem vorweg fahrenden Wagon zu ihr und teilte ihr mit, dass das Einsatzteam der Kanzlei ausgerückt sei und er wusste auch wohin, was M.P. lächeln ließ.
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Darla öffnete die Tür und Angelus legte das Bündel auf dem Boden ab. Dann öffnete er die Schnur und entließ Spike in die Freiheit, der gleich ausrastete und die Beiden anschrie: „Was erlaubt ihr euch eigentlich? Ich bin doch kein Paket, das man durch die Gegend trägt. Wie könnt ihr denn nur? Habt ihr wenigstens Blut dabei oder soll ich noch verdursten?“
„Ganz der Alte. – Wenn du Blut willst, dann musst du es dir schon besorgen. Also los, lasst uns gehen. Ich brauche auch etwas Frisches. Angel hat das ganz schon vernachlässigt und ich fühle mich ganz ausgetrocknet.“ Angelus grinste finster und dann machten sich die beiden Vampire auf den Weg, doch Darla knallten sie die Tür vor der Nase zu, was die Vampirin wütend machte. Sie schrie durch die verschlossene Tür und da die zwei Anderen nicht zurückkamen, hob sie den Teppich an und machte den Blick frei für eine Luke, auf deren anderen Seite jemand nur auf ihre Befehle wartete.
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Gunn kam wieder zu sich und sah sich in dem dunklen Raum um. Er versuchte aufzustehen und schlich sich durch die Dunkelheit, in der er fast über Willow gefallen wäre, der er nun vom Boden aufhalf: „Geht es dir gut? Hast du Wesley gesehen? Ich kann hier in diesem Zimmer nämlich gar nichts sehen.“
„Ich auch nicht… aber ich hoffe, dass er nicht von einem Energieball getroffen worden ist. Mich hat es ganz schön erwischt… ich weiß nur nicht, ob dieser Jemand noch da ist. Aber vielleicht kann ich Licht in den Raum bringen.“ Willow sprach eine Formel und dann erstrahlte neben Gunns Kopf ein runder Punkt, der dem ganzen Raum Licht spendete. Nun konnten Gunn und Willow den geheimen Raum sehen und auch dessen Geheimnis. Denn überall hingen Bilder an den Wänden und die Rune war darauf gemalt, als großes Zeichen dafür, was hier zusammen getragen wurde.
„Ich glaube, hier hat jemand alle Mitglieder der Rusnagemeinschaft zusammen getragen. Fred hat so ein Buch darüber gefunden und hier war jemand, der genau wusste, wer diese Leute sind. Hier, diese seltsame Frau ist immer wieder darauf zu sehen und das… sind das Deleyn und Wesley?“ Gunn betrachtete ein älteres Bild, um das Fragezeichen gemalt waren. Der Photograph wusste wohl selbst nicht, um wen es sich handelte, doch in dem kleinen Jungen, der vor dem brennenden Haus seine Schwester beschützend in den Armen hielt, glaubte der Dunkelhäutige seinen Kumpel Wesley zu erkennen, was Willow bei näherem Hinsehen genauso erging: „Glaubst du, dass es wirklich möglich ist, dass es die Beiden sind?“
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Deleyn öffnete erneut ihre Augen, doch dieses Mal war niemand in ihrer Nähe. Sie fragte sich, warum sie immer wegnickte, auch wenn sie sich nicht daran erinnern konnte wie dies passiert war. Es überkam sie einfach und schuld konnte nur diese Frau sein, von der es nun keine Spur mehr gab. Nur diesen Zettel auf Deleyns Schoß.
Willkommen in Los Angeles. Sie haben Flug und Fahrt überstanden und nun achten
Sie auf ihr Leben, denn es ist wertvoll. Denken Sie auch daran, dass wir bei Ihnen sein
werden. Wir sind für Sie verantwortlich und werden Sie nicht alleine lassen. Wir halten
das Übel von Ihnen fern. Sie müssen uns nur vertrauen.
M.P.
Deleyn verstand die Worte nicht und doch verließ sie mit dem Zettel den Zug und unterirdischen Bahnhof. Sie hing die Treppe hinauf zur Straße und stand in der Dunkelheit, aus der sie ein dämonisches Grinsen vernahm. Denn Angelus trat aus den Schatten und sah die Wächterin an: „Was für eine Überraschung. Ich dachte, es würde Buffy sein, die ich als Erste töte… doch mit Ihnen habe ich auch noch eine Rechnung offen.“