Folge 2.12

Folge 2×12 (24)

Vampire für immer

Vampires forever

„Was war das?“ Willow war zusammen gezuckt und Buffy schon an der Tür. Sie riss die Linke an sich und stürmte nach draußen, wo sie mit Faith und Harmony zusammen stieß. Gemeinsam rannten sie die Treppe hinunter, wo sie Deleyn fanden, die ganz blass war.

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„Ich versuche die Tür aufzubrechen, du kannst weitersuchen. Aber wir müssen ja schließlich rausbekommen, was da unten vor sich geht.“ Gunn warf sich gegen die Tür, doch diese gab nicht nach. Er wollte jedoch nicht aufgeben und versuchte es immer wieder, während Fred in ihrem Buch las und gar nicht zu verstehen schien, was um sie herum passierte. Sie war mit ihren Gedanken ganz woanders und konnte ihre Augen nicht vom Text abwenden. Sie sah immer nur auf die vielen Wörter, die sich langsam in ihrem Kopf zu drehen begannen.

Doch dies hatte auch ihr Gutes, denn mit einem Mal schlug Fred das Buch zu und hörte im nächsten Moment dann Gunns nächsten Versuch, wonach sie sich zwischen die Tür und ihn stellte: „Hör bitte auf. Ich will nicht, dass du dir etwas tust. Du bist zwar sehr stark, doch die Tür will einfach nicht nachgeben. Du brichst dir noch den Arm.“

Gunn grinste, weil er Fred in diesem Moment sehr süß fand, wo sie so besorgt um ihn war und jedes Übel von ihm fernhalten wollte. Fast wollte er sie dafür wieder küssen, doch er kam zu sich und fragte sie stattdessen lieber, ob sie etwas gefunden hatte. Fred konnte ihm daraufhin aber keine Antwort geben, da sie erschrocken das Buch fallen ließ und das Fenster anstarrte.

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Faith berührte Deleyn am Arm und diese fuhr erschrocken herum. Ihre Augen waren leer und machten den anderen Frauen Angst, ehe Harmony an der Wächterin vorbei sah und sehen konnte, was sie bereits hatte riechen können.

Auf dem Boden lag Richard und im Kopf hatte der Hausdiener eine dunkle Wunde. Das Blut sickerte noch immer auf den Fliesenboden und ihm und es gab keine Hoffnung, dass er diesen Kopfschuss überleben würde. Denn der Tod war in diese Räume getreten und die Vampirin musste sich zusammen reißen, wenn sie nicht vom frischen Blut kosten wollte. Der Geruch war so verführerisch und auf eine Handbewegung der alten Frau, stürzte sich Harmony unweigerlich auf den Toten.

Erschrocken wischen die Jägerinnen zurück, doch im nächsten Moment wollten sie Harmony aufhalten, was M.P. mit einem Kopfschütteln entgegnete: „Nein, sie ist ein Vampir und wenn er nun einmal schon tot ist, dann kümmert es auch keinen mehr, wenn sie trinkt. Lieber lasse ich einen Verräter sterben, als einen guten Vampir verdursten. Und Sie anderen kommen nun mit mir. – Miss Pryce, Sie müssen wirklich nicht so geschockt sein. Ich weiß, dass Sie Richard für vertrauensvoll hielten, aber ich muss sie enttäuschen, so wie er mich enttäuscht hat. Und Verrat kann ich nicht gutheißen… Sie sollten sich ebenfalls eine Strenge aneignen, denn wenn Sie jedes Mal auf einen Toten so reagieren, dann werden Sie nicht lange das Oberhaupt des Rates sein.“

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„Mum, wir sind hier eingesperrt. Die Tür geht nicht mehr auf.“ Dawn versuchte immer wieder die Klinke runter zu drücken oder zog mit aller Kraft daran, bis sie sie irgendwann in ihren Händen hielt und dann nur noch weinen konnte.

Sie wollte raus hier, doch niemand konnte ihr helfen. Ihre Mutter hörte sie anscheinend nicht und ihre Schwester ahnte nicht einmal, dass sie hier festsaß und ihr Vater…

Dawn kamen nun wirklich die Tränen, als sie an ihren toten Vater Hank dachte, dessen Tod sie hatte mitansehen müssen. Sie hatte gesehen, wie er in Spikes Armen gestorben war und bis heute hatte sie niemandem davon erzählt. Sie hatte geschwiegen und versucht alleine damit zurecht zu kommen. Doch dieses Alleinsein hat ihr nun am meisten weh, denn sie hatte niemanden mit dem sie reden konnte und so ließ sie sich an die Tür gelehnt zu Boden sinken und weinte für sich allein.

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Es schimmerte als wäre eine letzte Träne über seine Wangen gerollt, allerdings versicherte die Anwältin ihm, dass er sich in diesem Fall getäuscht hatte. Denn weinen war eine menschliche Eigenschaft und jetzt, wo die Maschine abgestellt wurde, besaß Spike nichts Menschliches mehr. Selbst seine Gesichtszüge waren verhärtet und seine Vampirfratze nun sein wahres Ich geworden. Seine spitzen Reißzähne funkelten darin wie eine messerscharfe Klinge und waren drohender als jedes Wort, das vom nahen Tode sprach.

Seine Augen waren schwarz, gefüllt von Finsternis und Angelus konnte sich darin spiegeln, bevor er genüsslich lachte und bereit war für immer Angels Seele zu verlieren.

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Wesley wollte sofort alles wissen und schrie M.P. lautstark an, die sich davon aber nicht beeinflussen ließ. Sie setzte sich einfach wieder in ihren Sessel und betrachtete Einen nach dem Anderen. Ihre Augen schienen den ganzen Raum in jedem Winkel erfahren zu wollen und Giles und Buffy gefiel eben dies nicht. Die Jägerin ging auf Abstand und der Wächter versuchte in seine sitzende Haltung ein wenig Stärke zu bringen.

Doch das alles schien M.P. nicht zu interessieren, denn ihre Augen ruhten am Ende auf den Pryce-Geschwistern, die sich gegenseitig festhielten und auch ihrerseits nicht die Augen von der älteren Frau abwenden konnten. Sie wussten beide nicht genau warum, doch wahrscheinlich lag es an ihrer unbestimmten Art sich über alles und jeden hinweg zu setzen ohne auch nur auf eines Rücksicht zu nehmen, falls sie dieses Wort überhaupt kannte, was Deleyn in diesem Augenblick bezweifelte. Denn sie hatte die Kälte dieser Frau gesehen und wusste, dass sie selbst in keinem Fall so enden wollte. Sie versprach sich selbst, dass sie sich treu bleiben und auf ihr Herz hören würde, damit sie niemals ein Ableben einfach in Kauf nahm.

Während Deleyn in ihren Gedanken war, hob M.P. ihren Kopf an und schien bereit zu sein für ein klärendes Gespräch, das keinen Aufschub mehr duldete: „Ich nehme an, Sie denken darüber nach, was hier vorgefallen ist. Immerhin habe ich Ihnen versprochen, Informationen über den Verbleib Ihrer Vampire zu beschaffen und dann müssen Sie miterleben wie ich mit Verrätern umgehe. – Doch Sie müssen mich entschuldigen. Ich glaube daran, dass ich Ihnen eine wichtige Lektion erteilt habe und… wenn es Sie immer noch interessiert, dann wird diese Akte Ihnen Klärungen über Angel und Spike geben… oder sollte ich besser Angelus sagen?“

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„Was macht der Spinner denn da?“ Gunn ging an Fred vorbei und öffnete das Fenster, vor dem Andrew herumturnte. Er hatte versucht auf diese Weise zu entkommen, nachdem er festgestellt hatte, dass er eingesperrt worden war: „Ich wollte raus und nun kann ich es auch. Wir spazieren einfach… eure Tür ist auch verschlossen oder?“

Gunn und Fred nickten und Andrew ließ sich erschöpft aufs Bett fallen. Er hatte all seinen Mut ganz umsonst zusammen genommen. Er war für nichts und wieder nichts an der Hauswand entlang geklettert und hatte sich von Fenstervorsprung zu Fenstervorsprung gehandelt. Einen leeren Raum nach dem Anderen hatte er gesehen, bis er Fred und Gunn gefunden hatte und dabei hätte er in jedem Moment hinunterfallen und sterben können, was ihm erst jetzt bewusst wurde. Panik machte sich in ihm breit und der sonst so ängstliche Kerl wollte am liebsten laut losschreien. Fred versuchte ihn jedoch zu beruhigen, während Gunn aus dem Fenster schaute und irgendetwas prüfte: „Ja, das ist machbar… Okay, ich werde das auch versuchen, was bei unserem Möchtegern-Spiderman schon geklappt hat. Vielleicht finde ich einen Raum mit einer offenen Tür, wenn ich in diese Richtung weiterklettere. Oder zumindest kann ich jemanden finden, der uns helfen wird.“

„Nein, Gunn bitte. Verlass mich nicht. Ich will nicht, dass dir etwas passiert. Ich…“, mit Tränen in den Augen stand Fred auf, um sich Gunn in den Weg zu stellen, der sie küsste und ihr damit zeigte, dass er wusste, warum sie solche Angst um ihn hatte.

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Charlie Choir ließ Spike in Ketten legen, damit sie nicht die Kontrolle über den Vampir verlor. Doch würde das mit Angelus auch funktionieren?

Eben dies sollte sich noch herausstellen und als er seine Kammer betrat und diese geschlossen wurde, wurde es für sie höchste Zeit, alle Vorkehrungen zu treffen. Die Anwälten gab die Befehle und ihre Mitarbeiter spurten, während sie in ihr Büro ging, wo sie bereits erwartet wurde.

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Harmony wischte sich den Mund mit ihrem Handrücken ab und sah dann auf den völlig blutleeren Diener zu ihren Füßen. Sie hatte ihn bis zum letzten Tropfen ausgetrunken und fühlte sich nun ganz seltsam. Ihr wurde schwindelig und sie konnte keinen Schritt mehr tun, sondern verlor das Bewusstsein.

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„Angelus? Was soll das heißen?“ Buffy riss die Akte an sich und konnte nicht glauben, was dort stand und was dies eigentlich bedeutete: „Er lebt wieder. Der Vampir lebt.“

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