Folge 2.11

Folge 2×11 (23)

Wo ist mein Engel?

Where is my Angel?

Zwei Kinder rannten auf das Haus ihrer Eltern zu und verschwanden darin. Sie liefen rufend ins Wohnzimmer, wo ihr Vater gerade seine Zeitung las, die sein Sohn ihn nicht lesen lassen wollte: „Dad! Dad! Das musst du sehen! Die Straße ist abgesperrt und die reißen überall Häuser ab. Das Haus von Mister Smith und das von den Borrows… sie sind alle weg.“
„Mal ganz ruhig. Die Häuser können nicht einfach so abgerissen werden.“ Der Vater erhob sich aus seinem Sessel und hörte dann die lauten Maschinengeräusche und das Donnern der Abrissbirne…

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Im Büro von M.P. ging Harmony hin und her. Die Vampirin war nervös und steckte damit die Anderen noch an, bis Faith sie packte und zur Tür zog. Sie verließ mit der Blondine den Raum und knallte sie mit ihrem Kopf gegen eine Wand: „Tut das weh? Ja? Schön, dann wirst du ja wohl nicht wollen, dass ich das nochmal mache. Halt also gefälligst den Mund und treib uns nicht alle in den Wahnsinn.“
Faith ließ Harmony los und wollte wieder zu den Anderen gehen, doch dann drehte sie sich um und hatte diesen milden Gesichtsausdruck, der Harmony noch mehr Angst machte. Denn sie verstand Faith´ plötzliche Stimmungsschwankung nicht, die sich nun reumütig bei ihr entschuldigte. Sie hat gemerkt, dass sie einen Fehler gemacht hat und dabei wollte sie gar nicht so weit gehen. Sie wollte ruhig bleiben und hoffte, dass Harmony ihr vielleicht verzeihen könnte. Diese Bitte raubte der Vampirin nun den letzten Nerv. Ihr kamen die Tränen, da sie nicht wusste, was nun überhaupt los war: „Was willst du denn von mir? Ich weiß ja, dass ich nicht besonders schlau bin und wirkliche Freunde hatte ich auch nie. Aber wieso willst du mich jetzt verrückt machen? Soll ich mich selbst umbringen, damit ihr Jäger euch nicht die Hände schmutzig machen müsst? Bin ich denn noch nicht einmal dafür gut genug?“
„Was? Wovon redest du denn jetzt? Ich versteh dich nicht… ich kenn dich doch gar nicht, also warum sollte ich so etwas machen?“, unsicher stellte Faith ihre Fragen und ging dabei einen Schritt auf Harmony zu, die weinend die Treppe nach oben lief, während ein Stockwerk tiefer jemand das ganze Gespräch belauscht hatte.

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Gunn wachte auf, nachdem er Stimmen auf dem Flur gehört hatte. Als er sich bewegte, wachte auch Fred auf und freute sich, Gunn neben sich zu sehen, der ihr jedoch zeigte, dass sie leise sein sollte. Ihm war seltsam zumute, weshalb er lieber nachsehen wollte und dann merkte, dass die Tür abgeschlossen war…

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Deleyn wurde unruhig, als ihre Wächterin nicht zurückkam, doch auch die Unwissenheit über Angel nagte an ihr, weshalb sie aufstand und die Tür öffnete. Sie rief nach Richard und stellte sich dann neben ihren Bruder, der nicht verstand, was seine kleine Schwester nun vorhatte. Der Wächter konnte nur zusehen und abwarten, als der Diener Richard den Raum betrat und Deleyn zunickte: „Sie haben gerufen.“
„Ja, habe ich. Ich möchte, dass sie für mich einen Kontakt zu ihrer Hausherrin herstellen. Wir haben einen Entschluss gefasst und für den neuen Rat werde ich ihre Hilfe brauchen. – Damit ich aber weiß, dass ich ihr und ihrer Organisation vertrauen kann, will ich, dass sie Angel findet und ihn lebend herbringt. Das gleiche gilt für den Vampir… Spike.“ Deleyn versuchte mit ruhiger Stimme zu sprechen, um Richard von ihrer Geschichte zu überzeugen, was auch zu funktionieren schien. Denn der Bedienstete verließ den Raum wieder und Deleyn konnte durchatmen, als Cordelia sie umarmte und beglückwünschte: „Das hast du gut gemacht. Wenn sie etwas wissen, dann erfahren wir es… und sie müssen etwas wissen, das kann ich spüren. Irgendetwas stimmt einfach nicht, doch zumindest leben die Beiden und sind nicht in Gefahr, sonst hätte ich schon eine Vision gehabt.“

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„Wie lange wird es noch dauern?“ Angelus blickte auf Spike hinunter und belächelte dessen unnützen Kampf mit dem Leben. Nach der Aussage von Charlie Choir würde dieser Kampf bald zu Ende sein, denn Spike blieben nur noch vier Stunden. Er würde nach seiner Tortur ein Anderer sein. Ein besserer und grausamerer Vampir als noch zu seinen Zeiten als William the Bloody.
Angelus dachte bereits darüber nach, wie viele Jägerinnen nun durch ihn sein Leben verlieren würden und wie der Rat sie noch aufhalten wollte. Denn Angelus war sich sicher, dass dies niemand schaffen würde und so konnte er auch Buffy endlich ihren Tod gewähren.

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Dawn stand am Fenster, während ihre Mutter im Badezimmer war. Die kleine Summers versuchte ruhig zu sein, doch ihr Herz schlug schneller. Sie hatte noch Buffys Blick in Erinnerung, als diese Joyce hinterher gesehen hatte. Es lag etwas Fremdes darin, weil Buffy einerseits bei ihnen sein wollte und andererseits ihre Aufgabe nicht vernachlässigen konnte. Sie musste erst für die Sicherheit aller sorgen, bevor sie sich um sich selbst kümmern konnte, was Dawn sehr einsam vorkam.
Buffys kleine Schwester litt mit der Jägerin und wünschte sich für sie, dass sie auch mal Glück hatte. Sie wünschte sich, dass sie nicht mehr einsam sein musste und das sie eine Lösung für ihre Situation finden würde. Denn als Dawn so aus dem Fenster sah, konnte sie die schwarzen Wagen sehen und die dunkel gekleideten Menschen, welche das junge Mädchen noch weiter vom Fenster zurückweichen ließ.

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„Wo bleibt der denn jetzt solange? Soll ich vielleicht mal nachsehen gehen?“ Xander stand schon an der Tür und wollte nach der Klinke greifen, als Buffy sich zu ihm gesellte. Sie wollte mit ihm gehen, doch dann öffnete sich die Tür von allein und Richard kam zurück: „Miss Pryce, meine Chefin würde Sie gerne sprechen und zwar allein… wenn sie mir also bitte folgen würden?“

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„Wer kann uns denn hier einsperren? Warum macht man so etwas?“ Fred schrie panisch herum und alle Bemühungen von Gunn, sie zum Schweigen zu bringen, scheiterten. Seine gute Freundin wurde nur noch hysterischer, weshalb er zur letzten Möglichkeit griff und sie küsste.
Fred erwiderte diesen Kuss und schloss dabei ihre Augen, bis sie auf einmal erschreckt zurückwisch. Gunn wollte sie festhalten, doch er hatte Angst, sie zu berühren: „Fred, es tut mir Leid. Ich wollte dich nicht beunruhigen… ich…“
„Ist schon gut… es war nur so überraschend. – Gunn…“, eine weitere Frage, die Fred eigentlich auf den Lippen lag, konnte sie nicht stellen. Sie konnte nicht fragen, warum er es eigentlich getan hatte, auch wenn ihr diese Frage wichtiger war, als alles andere, denn in Wahrheit hatte sich Fred in Gunn verliebt und wollte nichts mehr, als dass er sie wieder küsste. Doch in dem Bücherregal, das sie hinter ihm erblickte, entdeckte sie plötzlich etwas, dass ihre Aufmerksamkeit erregte. Sie ging deshalb an Gunn vorbei und griff nach einem Buch. Sie zog es vorsichtig heraus und blätterte die Seiten durch, wobei Gunn sie beobachtete: „Was machst du da? Ist das was Interessantes?“
„Es ist ein Buch über Runen und auf dem Einband ist wieder diese Ansur-Rune. Vielleicht hat das etwas zu bedeuten.“ Fred sah auf und blickte in Gunns dunkle Augen, die seine Zustimmung widerspiegelten, bevor er neben sie trat, um ihr zu helfen.

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Wesley gefiel es nicht, dass er seine Schwester alleine gehen lassen musste, als Willow sich zu Wort meldete: „Cordelia, bist du dir sicher, dass du gar nichts gesehen hast? Ich meine, vielleicht ist da doch etwas, dass wir wissen sollten. Etwas, was die da unten schon wissen.“
„Du meinst, ich würde meine Visionen nicht mehr erkennen?“ Cordelia fühlte sich angegriffen und war in Abwehrhaltung, als Giles sie beruhigen wollte: „Nein, das meint sie nicht. Willow vermutet etwas anderes… ich habe gerade auch darüber nachgedacht und es ist plausibel, aber auch beängstigend. Willow vermutet nämlich, dass deine Visionen blockiert werden und so erfahren wir nie, was mit Angel und Spike gerade passiert.“

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„Es stimmt, ich habe viele Menschen verletzt und auch einen getötet, aber ich habe im Gefängnis gesessen und weiß, dass ich mich ändern will. Aber außer meiner neuen Wächterin scheint mir niemand eine Chance geben zu wollen. – Gut, du hast nie Freund gehabt und ich… ich auch nicht. Also, warum geben wir uns nicht gegenseitig dazu die Chance. Ich lerne dich kennen und du mich und vielleicht gewinnen wir dadurch einen Freund.“ Faith streckte Harmony ihre Hand entgegen, was ihr ziemlich ungewohnt vorkam, als die Beiden plötzlich zusammen zuckten, weil sie einen Schuss hörten.

FORTSETZUNG FOLGT…

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