Folge 2.07
Folge 2×07 (19)
Insel der Ruhe
Silent island
Wasser schwappte Deleyn ins Gesicht und sie kam wieder zu sich. Sie war an einen Stuhl gefesselt und konnte um sich herum nichts sehen, Alles war dunkel, doch da war noch dieses Klangspiel und Schritte auf dem Boden. Das Klickern von Absätzen und das Auftreten von Turnschuhen. Sie war in dieser Dunkelheit also nicht allein, nur was wollte man von ihr und warum hatte man sie hierher gebracht?
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Wesley und Giles identifizierten im Londoner Krankenhaus die Leichen aus dem Gebäude des Rates. Ihnen wurde klar, dass niemand im Gebäude überlebt hatte. Nur gab es keinerlei Spur von Travers, Patrick und Deleyn.
„Deine Schwester ist nicht unter den Toten, vielleicht haben wir Glück und sie lebt noch. Es ist jetzt noch nichts verloren. – Ich verspreche dir, dass wir sie retten werden“, Giles versuchte Wesley aufzubauen, der die Leichenhalle mit gesenktem Kopf verließ und zum Ausgang ging. Hier warteten Cordelia, Fred und Dawn auf die Wächter, mit denen sie zum Hotel zurückgehen wollten. Doch Wesley wollte, dass sie einen anderen Weg einschlugen und rief ein Taxi, dass sie zum Haus seiner Eltern bringen sollte. Hier wohnte Deleyn in den vergangen Jahren ganz alleine und als Wesley nun auf die Fenster blickte und den kleinen Vorgarten fühlte er sich auch nicht mehr Zuhause. Es war zu viel in der Zwischenzeit geschehen und so viel hatte sich verändert. Und eines wagte er seiner Schwester noch gar nicht zu sagen…
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Willow kam neben Buffy zu sich und versuchte zu verstehen, was passiert ist, als plötzlich die Tür aufgerissen wurde. Angel stand im Türrahmen und befreite seine vier Freunde, die froh waren ihn zu sehen: „Was ist mit dir passiert? Wie bist du entkommen?“
„Nicht jetzt. Wir müssen hier raus. Es bleibt uns keine Zeit mehr“, Angel führte die kleine Gruppe an und nur Xander blickte sich noch einmal um: „Wo ist Spike?“
„Er ist tot“, Angels Worte klangen kalt und herzlos. So als hätte er nichts für seinen alten Weggefährten übrig. So als hätten sie niemals auf einer Seite gestanden, sondern wären immer nur Feinde gewesen. Gunn hatte Angel noch nie so sprechen hören und ein prüfender Blick zu Xander verriet ihm, dass er nicht der Einzige war, der dachte, dass hier etwas faul ist: „Wir sollten ihn beobachten.“
„Ja, aber wir müssen vorsichtig sein“, Xander und Gunn folgten dem Rest nur langsam und versuchten ruhig zu bleiben, ohne sich etwas anmerken zu lassen. Doch für wie lange konnte das gut gehen?
„Wie kommen wir am schnellsten nach London? Gibt es nicht irgendeinen Zauber Willow? Wir sollten so schnell wie möglich bei den anderen sein und müssen uns dann wegen des Rates etwas neues überlegen“, Angel machte Druck, was nun auch Buffy seltsam erschien, denn normalerweise lief ihr Exfreund vor nichts und niemandem davon.
„Wir könnten es mit einem Teleportationszauber versuchen, aber dazu brauchen wir Kerzen… hier, ich hab welche in meiner Tasche. Bleibt mal eben stehen“, Willow verteilte die Kerze und jeder ihrer Freunde nahm eine in die Hand, wobei Buffy Xander einen wissenden Blick zuwarf. Nun war sie sich also auch sicher, dass hier etwas nicht stimmte…
Doch bevor sie handeln konnten, mussten sie wissen, was genau vor sich ging…
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Faith hockte verstört auf dem Boden, als sie von draußen Geräusche hörte. Sie wusste, wie das für ihre neue Wächterin aussehen würde und sie wollte nicht, dass schon wieder alles schief lief. Sie und ihre Wächterin verstanden sich doch gerade so gut, zumindest besser als Faith sich mit jedem anderen Wächter verstanden hatte. Aus Deleyn und Faith hätte wirklich ein Team werden können, aber nun lag ihr Verlobter tot im Flur und das würde Deleyn niemals verzeihen.
Faith wusste zum ersten Mal nicht, was sie tun wollte, als sie eine bekannte Stimme hörte, die ihr nur allzu gut bekannt war – Wesley Wyndham Pryce…
„Deleyn? Deleyn, bist du da? Mach bitte die Tür auf. Ich bin es doch, Wesley… Deleyn, wenn du zu Hause bist, dann mach die Tür auf“, Wesley bekam keine Antwort und trat immer wieder gegen die Tür, bis diese aufsprang und den Blick auf Patricks Leiche freigab und auf Faith, die aufsprang und versuchte, sich zu verteidigen: „Ich war das nicht. Ich bin unschuldig.“
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Joyce, Andrew und Harmony waren im Hotel zurück geblieben, wo sie auf einen Anruf warteten, der ihnen erklärte, wo die anderen zurzeit waren. Vor allem Joyce wurde immer unruhiger, weil sie keine Nachricht erhielten und sie somit auch nichts von ihren Töchtern hörte: „Ich weiß, dass Buffy es schafft, aber ich hätte Dawn niemals mit Giles mitgehen lassen dürfen. Sie ist doch erst 16 und weiß gar nicht, was da auf sie zukommt.“
„Joyce, sie wird schon auf sich aufpassen und die anderen werden auch ein Auge auf sie haben“, Andrew versuchte Joyce zu beruhigen, während Harmony anbot, die Kleine suchen zu gehen und sie zum Hotel zu bringen. Joyce dachte über dieses Angebot nach, als das Telefon auf einmal klingelte. Joyce stürzte sofort hin, doch es war nicht eine ihrer Töchter am anderen Ende der Leitung…
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„Wo bin ich? Was wollen sie von mir?“, Deleyn versuchte ihre Fesseln zu lösen, doch ein Knurren ließ sie damit aufhören. Um sie herum waren nicht nur Menschen, das war ihr nun klar. Vielleicht war sie sogar der einzige Mensch unter einen Haufen von Vampiren.
Sie musste hier raus, wenn sie überleben wollte, als sich um sie herum etwas veränderte. Es wurde heller und das Knurren um sie verhallte im Nichts, bis es gänzlich unauffindbar war. Selbst die Fesseln glitten einfach von Deleyn ab und sie konnte aufstehen. Sie ging vorsichtig ein paar Schritte vorwärts und stand mit einem Mal vor einer Tür, die sie langsam und zaghaft hindurch ging.
Auf der anderen Seite war sie wieder in dem Haus in Cambridge und vor ihr stand derselbe Herr, der sie schon vor Wochen empfangen hatte: „Wir wussten, dass Sie zurückkommen würden. Herzlich willkommen… vielleicht wollen Sie sich etwas ausruhen, dann würde ich Ihnen mit Vergnügen ihr Zimmer zeigen.“
„Warum bin ich hier? Warum haben Sie mich schon wieder hierher kommen lassen? Erst durch eine Aufforderung in einem Brief und nun durch irgendeinen Zauber. Hören Sie, ich will Antworten und ich will wissen, wer M.P. ist“, Deleyn sah den Bediensteten eindringlich an, welcher nickte und die Treppe nach oben ging: „Folgen Sie mir bitte.“
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Charlie Choir stand über einem Glassarg in dem Spike lag. Er bewegte sich nicht und Charlie schien zufrieden zu sein: „Leiten Sie jetzt das Gas ein… ich will, dass er schön langsam stirbt und nicht einfach zu Staub zerfällt.“
Charlie ging wieder in ihr Büro, während es in dem Glassarg anfing verdächtig zu zischen…
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Andrew und Harmony hörten ein Geräusch, weshalb sie in den Nachbarraum gingen. Sie konnten beide kaum glauben, was sie sahen, als auf einmal Buffy, Willow, Xander, Gunn und Angel dastanden. Angel wollte sofort mit Wesley sprechen, doch Buffy nahm sich einen Stuhl und schlug ihm dem Vampir über den Kopf: „Du bist nicht Angel.“
„Buffy, was soll das?“, Willow schrie los, weil sie nicht verstand, was auf einmal in ihre beste Freundin gefahren war. Die Jägerin griff doch tatsächlich ihren Exfreund an, was Joyce, die gerade den Raum betrat, auch noch unterstützte: „Gut gemacht, Liebes. Ich denke, ich muss mit euch reden, ehe es noch schlimmer wird.“
„Mum, wovon redest du?“, Buffy sah ihre Mutter fragend an, die abwartete, bis Gunn und Xander Angel gefesselt hatten, und dann ihr Schweigen brach: „Ich weiß, was mit Angel passiert ist… sie hat es mir gesagt, weil er euch alle umbringen soll. Es ist alles vertraglich festgelegt und es gibt keinen Ausweg.“
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„Was hast du nicht getan? Patrick getötet…? FAITH, wo ist Deleyn? Hast du ihr auch etwas angetan?“, Wesley stürzte sich auf Faith, doch die schnappte sich Patricks Waffe und zielte auf ihren ehemaligen Wächter: „Natürlich glaubt mir niemand von euch, dabei habe ich lange genug für meine Vergehen gesessen. Ich bin jetzt ein anderer Mensch und Deleyn hat mir eine Chance gegeben, warum sollte ich ihr also etwas antun? Nein, sie ist nicht einmal zu Hause, sie ist weggefahren, noch bevor der hier aufgetaucht ist. Sie hat gesagt, dass sie etwas zu erledigen hätte.“
„Was hat sie zu erledigen? Wo ist sie? Faith…“, Giles ging ruhig auf Faith zu, die angespannt war und jeden Moment wie eine Bombe hochgehen konnte. Sie mussten nur einen falschen Schritt machen und dann…
Cordelia zuckte zusammen und hielt sich den Kopf. Dawn und Fred hielten sie fest, während Wesleys Freundin eine Vision hatte…
Alles um sie herum war weiß und leuchtete. Angel wirkte darin ganz verloren und versuchte sich zurecht zu finden. Er rief nach seinen Freunden, aber niemand konnte ihn hören und dann ertönte diese Stimme, die so weit weg zu sein schien: „Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Finde sie und finde deine Freundin. Bring den verlorenen Sohn nach Hause und finde deine eigene Insel der Ruhe.“
Cordelia kam wieder zu sich und sah wie alle sie anstarrten. Irgendetwas stimmte nicht und auf die Frage, was los sein, antwortete Dawn ihr sogleich: „Du hast etwas gesagt…“
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„Was soll das heißen, dass es vertraglich festgelegt ist? Mum, wovon redest du?“, Buffy sah ihre Mutter ungläubig an. Was verheimlichte Joyce ihr? Was ging hier vor sich?
Erschrocken fuhr Buffy herum, als sie hinter sich ein Geräusch hörte. Angel hatte sich befreit und lächelte seine alten Freunde dämonisch an: „Was glaubst du denn, was es bedeutet?“
Fortsetzung folgt…