Folge 2.05
Folge 2×05 (17)
Blutsbrüder
Blood Brothers
Charlie Choir lächelte zufrieden. Sie saß in ihrem Chefsessel bei Wolfram und Hart und faltete ihre Hände. Die Senior Partner würden stolz auf sie sein, da war sie sich ganz sicher. Sie hatte den Auftrag nun doch noch ausgefüllt und musste nur noch auf das Ergebnis warten: „Vampire sind Vampire und ihre Loyalität ist immer kaufbar, so wie die eines Menschen… du kannst niemanden verändern Angel… jeder von euch wird fallen…“
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Wesley betrat mit seinen Füßen den Boden und kehrte nach so vielen Jahren nach Hause zurück. Er war wieder in England, in dem Land, in dem er geboren und aufgewachsen war. Hier hatte er jeden Tag seine Schwester um sich gehabt und war in die Fußstapfen seines Vaters getreten und ist Wächter des Rates geworden. Hier lernte er Rupert Giles und Ethan Rayne kennen. Hier hatte er sein altes Leben als treuer Untergebener gelebt, ein Leben in das er so nicht zurück wollte und so war es seltsam hier zu stehen und in die Zukunft zu blicken.
„Ist alles in Ordnung?“, Cordelia hackte sich bei ihrem Freund unter und sah ihn bedrückt an. Sie wünschte sich, seine Gedanken lesen zu können, doch sie sah nur, wie er den Kopf schüttelte. Dann legte er seinen Arm um sie und gemeinsam gingen sie über durch den Flughafen. Die Anderen folgten ihnen zum Ausgang und Giles dachte dabei unentwegt an Buffy, Willow und Xander, die nicht bei ihnen sein konnten. Immerhin suchten sie noch nach Spike und eher sie diesen haben, konnten sie nicht zum Rat. Denn sie hatten nichts in der Hand, nichts, dass sie im Austausch geben konnten. Anderenfalls würden sie nämlich keine Informationen erhalten, nicht von Travers, denn woher konnte dieser wissen, ob er seinen ehemaligen Wächtern noch vertrauen konnte? Er stand ja selbst Deleyn nun skeptisch gegenüber und beäugte sie prüfend: „Wie fühlen Sie sich, Pryce? Glauben Sie, dass Sie mit Faith Lehane besser zurecht kommen als mit Buffy Summers? Ich möchte Sie nur ungerne verlieren… so wie ihren Bruder.“
„Mister Travers, wenn Sie mich nur deshalb hierher gerufen haben, dann…“, Deleyn verschränkte die Arme vor ihrer Brust, als sie einen Schatten am Fenster sehen konnte, vor dem Travers stand.
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„Sind das deine neuen Freunde?“, Angel zog Willow an sich heran und stellte sich schützend vor die Hexe, die nun auch sehen konnte, was hinter ihr passierte. Es sah so aus als wären die Verstorbenen der Victory Lane auferstanden und nun gingen die dämonisch Besessenen auf die Gruppe um Angel und Buffy zu. Ihre Schwerter und Äxte klapperten aneinander und ihre Fratzen sprachen eine Sprache des Krieges und der Blutgier.
„Nein, die kommen von Ihr“, Spike riss Xander und Gunn in seine Wohnung und auch Buffy, Willow und Angel folgten ihnen. Dann schloss die Jägerin die Tür und lief mit den anderen zu einem zweiten Ausgang: „Wer ist Sie und warum schickst Sie diese Krieger?“
„Weil ich Sie betrogen habe und nun will Sie ihre Rache. Kommt hier lang“, Spike öffnete eine Falltür in seinem Schlafzimmer und dadurch verschwandt die kleine Gruppe der Kämpfer, um vor der Übermacht der Krieger zu fliehen, die bereits die Tür von Spikes Wohnung eingeschlagen hatten und zur Verfolgung und zur Vernichtung bereit waren.
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„Runter auf den Boden, Mister Travers“, Deleyn warf sich ihrem Vorgesetzen entgegen und riss ihn zu Boden, als plötzlich ein Schuss fiel, während zur gleichen Zeit das Londoner Büro des Rates in die Luft gesprengt wurde…
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Dawn ging mit ihrer Mutter durch die Halle des Flughafens und neben ihr gingen noch Andrew und Harmony. Da es schon abends war, musste Harmony sich keine Sorgen um die Sonne machen; aber allein die Nähe der Vampirin machte Dawn nervös. Sie musste wieder an Spike denken und an den Tod ihres Vaters…
„Dawn? Das ist doch dein Name oder? Dawn… was hast du denn?“, Andrew versuchte Dawn in die Augen zu sehen, aber sie klammerte sie sich nur an ihre Mutter und schwieg weiterhin. Sie wollte nicht reden, genau wie Wesley, aber auf seiner Seele brannte eine Frage. Es war nicht die Frage, wohin sie nun gehen sollten. Denn irgendwo würden sie schon ein Hotel finden… aber konnte er auch seine Schwester so schnell finden? Wenn sie zu Hause war… ließ sie ihn dann herein? Wenn sie wieder mit Patrick zusammen war… würde Wesley überhaupt mit seiner Schwester sprechen können? Und was war, wenn sie wieder für den Rat arbeitete… war es dann überhaupt noch seine Schwester?
„Geht es ihm gut? Er wirkt gar nicht mehr wie er selbst“, Fred ging plötzlich neben Cordelia her, die jedoch nur ihren Kopf schüttelte. Immerhin wusste sie nicht, was in Wesley vor ging, aber sie konnte sich vorstellen, was ihm durch den Kopf ging. Auch sie konnte nur an Deleyn denken und hoffte, dass es bald vorbei sein würde. Die Sorge um ihre beste Freundin, die sie einfach nur wieder in die Arme schließen wollte und die Cordelia so lächeln sehen wollte wie es Fred nun tat: „Es wird bestimmt alles gut. Wir fangen hier noch einmal ganz von vorne an und vielleicht können wir dann auch Freundinnen werden… unser Start war ja nicht der Beste.“
Cordelia blickte zu Wesley, der sich von ihr löste, um sich mit Giles nach einem Hotel zu erkundigen. Er hatte nichts gesagt, nicht einmal ihre Hand gedrückt, was sie schmerzte. Sie wusste, dass sie einmal mit ihm darüber reden musste, aber würde er ihr überhaupt zuhören?
Dann blickte Cordelia wieder zu Fred und versuchte zu lächeln: „Ja, ich dachte, du würdest Wesley auch lieben und dann hätte ich nie eine Chance, weil du ihm viel ähnlicher bist als ich.“
„Ja, aber manchmal ziehen sich doch auch Gegensätze an und du kannst mir glauben, ich schwärme für jemand ganz anderen“, Fred nahm Cordelias Arm und zog sie weiter.
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Angel, Buffy, Gunn, Willow, Xander und Spike waren wieder vor dem Kino angekommen und erblickten ihr Auto von Kriegern umgeben. Die Jägerin stemmte ihre Hände in die Hüften und blickte ihre Gegner unerschrocken an: „Na, dann… kommt mal her Jungs. Ich bin echt wütend, wenn man mich aufhalten will in den Urlaub zu fliegen, denn den hab ich wirklich verdient.“
„Redet die immer so?“, Gunn schien verwirrt, aber er war bereit für den Kampf und so warteten alle, bis Willow die Waffen aus dem Auto in ihre Hände zauberte und dann waren sie nicht mehr zu halten. Selbst Spike kämpfte an der Seite der Jägerin und Angel und schlug mit einer Axt auf den Körper des Dämonenkriegers ein. Für den Vampir fühlte es sich an wie ein Befreiungsschlag. Er fühlte sich nicht mehr wie ein Verräter, sondern wie ein freier Mann. Nur so einfach kommt man von Wolfram & Hart nicht los, weshalb das Blut der Krieger Spikes Hände zum Brennen bringen…
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Patrick saß im Dunklen seiner Wohnung, als er einen Alarmton hörte. Er lief ins Schlafzimmer und öffnete seinen Schrank. Dann schob er seine Hosen beiseite und drückte auf das Brett dahinter. Es fuhr zur Seite und zeigte einen kleinen Monitor, auf dem ein roter Punkt blinkte. Patrick beobachtete den Punkt und knallte dann die Schranktüren zu: „Ich habe es gewusst.“
Patrick schnappte sich seine Jacke und wollte nur noch davon. Er stieg in seinen Wagen und trat das Gaspedal durch, denn nun zählte jede Minute…
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Deleyn krabbelte mit Travers zum Fenster und sie blieben darunter sitzen. Deleyn hoffte, dass sie hier nicht entdeckt werden würden und sah dann zu Travers, der mit den Nerven völlig am Ende war: „Jetzt sind sie also da.“
„Wovon reden Sie Sir? Wer wollte sie gerade erschießen? Sir? Mister Travers? Ich kann Ihnen nicht helfen, wenn Sie nicht mit mir reden“, Deleyn redete auf ihren Vorgesetzen ein, doch dieser war vor Angst vollkommen verwirrt und nicht mehr zurechnungsfähig, weshalb Deleyn sich umblickte, ob sie wenigstens eine Waffe finden konnte, mit der sie es bis zum Ausgang schaffte.
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Buffy und die anderen waren von Spikes brennenden Händen abgelenkt und das letzte, was sie spürten war ein harter Schlag auf den Hinterkopf, bis sie dann gefesselt in einem kleinen dunklen Raum erwachten. Die Jägerin sah sich um und flüsterte, um zu erfahren, wer in der Dunkelheit bei ihr war. Erschreckend wurde ihr dann bewusst, dass die Vampire fehlten. Denn sowohl Spike, als auch Angel hingen angekettet in einem Kerker, unterhalb des Wolfram & Hart Gebäudes. Hier wurden sie von Charlie Choir belächelt, die durch ein Nicken das Wecken der Vampire befahl. Daraufhin sah sie zu wie Angel und Spike mit brennenden Schwestern durchbohrt wurden und hörte ihre schmerzerfüllten Schreie.
„Wie schön Sie wieder bei Bewusstsein zu haben. Nur leider muss ich sehen, dass Sie, Spike, noch immer versuchen mich zu betrügen… das bekommt Ihnen aber nicht, wie Sie wohl festgestellt haben. Mein Arm reicht länger als Ihrer… und nun zu Ihnen Angel. Mein Name ist Charlie Choir und ich bin die neue Staatsanwältin und Chefin von Wolfram & Hart hier in Los Angeles. Und ich setze heute neue Spielregeln auf… zunächst einmal werden Sie für reden Verrat mit büßen. Zwei Vampire die sich so lange kennen, sollten eigentlich schon lange Blutsbrüder sein und alles miteinander teilen“, Charlie lachte dämonisch, als ihre Handlanger die Schwerter austauschten und erneut in die Körper der Untoten stießen.