Folge 1.12
Folge 12 (12)
Ein Freund auf Abwegen
A friend on the wrong turn
Lilah und Lindsey saßen mit einigen der anderen Anwälten zusammen und gemeinsam berieten sie darüber, was in diesem Jahr passiert war. Die Seniorpartner wollten schließlich Ergebnisse sehen und diese wollten sie heute festhalten. Immerhin sah auch alles gut für sie aus. Aello hatte ihr Ziel erreicht und um die flüchtige Darla und den Verräter Spike würden sie sich noch kümmern…
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Susan konnte ihren Freunden nur nachlaufen. Denn auf einmal stürmten sie alle nach oben. Jeder wollte wissen, was auf einmal vor sich ging. Sie konnten Joyce, Dawn und Cordelia sehen wie sie alle in ihre Richtung rannten. Hinter ihnen flog etwas, dass immer schneller und immer größer wurde. Der Dämon war im Dunkeln erst nicht gut zu erkennen, aber dann hob sich der graue Körper von den schwarzen Schatten ab. Die dunklen Haare peitschten im Flugwind und ihr Schrei erfüllte das ganze Haus. Den Jägern gefror das Blut in den Adern und Fred wurde ohnmächtig, als Aello auf sie zukam. Die Greiffüße des Dämons versuchten die Beute zu schnappen, doch Gunn handelte instinktiv und schnappte sich Fred. Er rannte mit ihr die Treppe nach unten, wohin ihm alle anderen folgten. Angel, Buffy, Xander und Deleyn liefen gleich zum Waffenschrank und suchten nur etwas, um sich diesem Dämon in den Weg stellen zu können. Doch wie sollten sie dieses Etwas überhaupt besiegen?
„WESLEY!“ Deleyn hatte gerade ein Schwert genommen und wollte nun zuschlagen. Doch dann sah sie ihren Bruder, wie er regungslos dastand. Er war gebannt von Aellos Erscheinung und bewegte sich kein Stück. Er sah den Dämon nur an, der sich zielstrebig auf ihn zu bewegte…
Cordelia schrie in heller Panik, als Spike reagierte und den Wächter zu Boden riss. Als Dawn dies sah, schrie sie nun laut auf, denn sie erkannte den Vampir wieder. Er war in ihrem Haus gewesen. Er war da gewesen, als ihr Vater gestorben war…
Aello fixierte nun das junge Mädchen und die Krieger unter ihr schienen machtlos zu sein. Mit ihren Waffen wirkten sie auf die Dämonin nur wie Spielfiguren und Zahnstocher. Nichts, dass ihr wirklich gefährlich werden konnte, bis sie diese Stimme hörte…
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„Das erste Treffen lief doch gut. Ich denke, dass die Seniorpartner wirklich stolz auf uns sein werden. Vielleicht werden wir sogar befördert.“ Lilah klang euphorisch und selbstsicher. Sie glaubte an ihre gute Arbeit und wollte das Ereignis feiern, doch Lindseys Blick sagte etwas anderes. Er wirkte abwesend und dachte über irgendetwas nach, worüber er noch nicht sprechen konnte…
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Giles zitierte einen lateinischen Text und schien den Dämon damit zu bannen. Denn Aello bewegte sich nicht mehr. Sie keifte nur noch lautstark und wurde mit jedem Flügelschlagen aggressiver. Sie kam nicht mehr von der Stelle und warf Giles einen tödlichen Blick zu. Doch der Wächter nahm nicht mal Notiz von dem Dämon. Er hatte die Augen geschlossen und sprach den Text fließend runter, während Wesley vom Boden aufstand und seine Brille zurechtrückte. Er dankte Spike nicht, sondern warf Cordelia einen kurzen Blick zu. Er wollte ihr sagen, dass er sie liebte und dass sie sich keine Sorgen machen sollte, aber genau das würde sie tun. Also musste er es so versuchen, denn was immer Giles auch tat, lange würde es nicht halten.
„Wir müssen Giles helfen.“ Wesleys Worte richteten sich an Deleyn, Patrick und Susan, die zustimmend nickten, aber nicht wussten, was sie nun eigentlich tun sollten. Zudem kam auch noch Buffy dazwischen und stellte Deleyn zur Rede: „Jetzt wird es Zeit, dass Sie zeigen, was in Ihnen steckt. Wenn Sie wirklich eine Wächterin sind… wenn du eine Wächterin bist, Deleyn, dann hilf Giles und zwar schnell. Wir können hier eben nicht einfach nur herumstehen. Also entweder du sagst mir, was ich tun soll oder ich bring diesen Dämon einfach um.“
Susan und Patrick sahen nun die Chance des Rates und wollten Zeit herausspielen, aber dazu ließ Deleyn es nicht kommen: „Vernichte ihn und zwar auf deine Weise… ich versuche es auf meine.“
Buffy nickte und gab Angel und Spike ein Zeichen, dass die Vampire ihr folgen sollten, während Xander und Gunn sich unter Aello positionierten. Sie wussten zwar nicht, was Buffy vorhatte, aber sie wollten auf alles vorbereitet sein.
Willow und Cordelia schafften derweil Fred in Richtung Keller, in dem sich auch Joyce und Dawn verstecken sollten, während Giles noch immer den Bannspruch aufsagte…
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Lindsey klappte sein Handy auf und wollte die SMS lesen, die er gerade erhalten hatte.
Wir haben uns gegen sie entschieden. Es gibt keinen Verwendungszweck mehr.
Die Nachricht war eindeutig. Die Entscheidung war gefallen und nun gab es auch keinen Weg mehr zurück. Lindsey klappte das Handy wieder zu und steckte es in die Tasche seines Anzugs, bevor er sich ganz langsam zur Tür umdrehte…
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„Mister Travers? Es gab einen Notruf aus Los Angeles.“ Quentin Travers nickte seinem Mitarbeiter zu, der das Büro wieder verließ. Er stellte den Anruf aus dem Nebenzimmer durch und konnte nicht sehen wie sein Chef immer blasser wurde. Die Nachrichten waren nicht gut und seine Befürchtungen wurden noch übertroffen: „Ich bin so schnell es geht bei Ihnen.“
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Giles brach zusammen und gleich wollte Aello sich auf ihn stürzen. Aber genau das taten auch die Vampire und die Jägerin. Sie sprangen vom Geländer des ersten Stocks auf die Dämonen und rissen sie zu Boden. Gunn und Xander hatten nur aus dem Wege springen können und wussten nicht ganz, was sie nun tun sollten. Es war, als würde die Schrecksekunde ihr Denken aussetzen lassen. Aber dann fingen sie sich wieder und Gunn lief zu Angel, um ihm zu helfen. Xander hingegen ließ sich neben Giles nieder und rief nach Willow und Cordelia. Sie sollten ihm helfen, den verletzten Wächter fort zu schaffen, während der Kampf hinter ihnen in vollem Gange war.
Aello schlug noch immer mit ihren Flügeln und Spike, der sein Schwert in den rechten Flügel schlagen wollte, riss es von den Füßen. Buffy wurde von Aellos Greifern geschnappt und verlor ihre Waffe bei dem Versuch sich zu befreien. Angel sah dies und schlug mit seinem Schwert auf Aello ein, doch die Dämonen schwing sich schreiend in die Lüfte. Buffy konnte versuchen, was sie wollte, aber Aello ließ sie nicht mehr los.
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Deleyn sah, dass Patrick ein Handy in seiner Hand hielt und schlug es ihm aus der Hand: „Was machst du da? Wir müssen Giles helfen und nicht… du hast doch nicht…“
„Den Rat angerufen? Doch, Schatz, Travers muss wissen, was hier los ist und ich werde ihm nichts verschweigen. Das hier kann man nicht mehr unter den Tisch kehren und ich hätte nie…“ Patrick atmete tief durch und dann konnte er Wesleys Blick sehen: „Du hättest nie was? Meiner Schwester vertrauen sollen? Ihr versprechen sollen, dass nie etwas zwischen euch stehen wird… Patrick, du hast durch diesen einen Anruf alles verraten. Du meinst doch nicht, dass Travers hier auftauchen wird und…“
„Er ist bereits auf dem Weg und dann werden wir sehen, was wir zu tun haben.“ Patrick nahm sich sein Handy zurück und sah seine Verlobte fragend an. Er wusste, dass sie es nicht auf Anhieb verstehen würde, aber sie musste mit der Zeit sehen, dass es das Einzig richtige gewesen war. Davon war er überzeugt und auch Susan stand hinter ihm, doch Deleyn drehte sich nur um und fragte Wesley, was ihr nächster Schritt sein würde: „Wir müssen Giles helfen und da bleibt keine Zeit auf irgendwen zu warten. Also, hast du einen Plan?“
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Willow, Cordelia und Xander sahen erschrocken nach oben. Ihre Freundin war dort oben in Gefahr und sie… konnten sie denn nichts tun?
„Willow, hier.“ Xander entdeckte den kleinen Zettel in Giles´ Hand. Es standen ein paar lateinische Worte darauf und Xander war sofort klar, dass es sich dabei um den Bannspruch handeln musste. Er gab das Fundstück an Willow. Die Hexe musste es einfach versuchen und so stand sie auf und las die Worte so ruhig wie nur möglich…
Nullum timores habemus.
Ne potentiam habes.
Wir haben keine Angst.
Du hast keine Macht.
Willow wiederholte die Worte immer und immer wieder. Irgendwann stimmten Cordelia und Xander sogar mit ein und wieder hielt Aello in der Luft ganz still. Buffy hatte nun die Chance sich zu befreien, doch stattdessen rief sie Angel zu: „Wirf es hoch!“
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Lilah stand an der Tür und wollte mit Lindsey Essen gehen. Aber dann ließ sich die Tür nicht mehr öffnen: „Deine Tür klemmt, dafür solltest du mal jemanden kommen lassen.“
„Glaube mir, dass meine Tür hervorragend funktioniert. Ich kann sie von meinem Schreibtisch aus steuern… und gerade habe ich entschieden, dass sie zubleiben soll.“ Lindsey trug eine seiner Akten zum Schrank und ging vorsichtig an Lilah vorbei. Sie hatte sich den Abend nicht so vorgestellt, aber abgeneigt war sie nicht. Sie legte ihre Jacke und ihre Tasche auf Lindseys Schreibtisch und fing dann an ihr Kleid zu öffnen: „Wo hättest du es denn gerne?“
„Mir ist das egal…“ Lindsey drehte sich zu Lilah um und sah sie noch ein letztes Mal an. Ehe er die Waffe aus dem Schrank nahm und seine Kollegin damit erschoss: „…ich muss das hier ja auch nicht sauber machen.“
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Wesley hörte Buffys Stimme und hoffte, dass die Jägerin es alleine schaffte. Doch für den Notfall mussten er und Deleyn vorbereitet sein: „Giles kann diese Formeln im Kopf. Es sind einfache lateinische Sätze. Nichts Besonderes also, aber… wenn man daran glaubt und seine Bitten und Wünsche in Latein vorträgt…“
„Dann entfalten sie ihre Selbstständigkeit. Das habt ihr damals in euren Sitzungen auch immer gemacht. Du, Rupert und Ethan. Ihr habt gezaubert, auch wenn meist nichts Gutes dabei herauskam.“ Deleyn folgte ihrem Büro, der um den Schreibtisch herumschlich. Er faselte etwas vor sich hin und zog alle möglichen Bücher aus dem Schrank: „Wenn ich Anfang des Jahres daran gedacht hätte, dass ich jetzt dieses alte Ding wieder rauskramen muss. Ich hatte mir nur vorgenommen, Angels Prophezeiung zu übersetzen, die besagt, dass er wieder ein Mensch wird und nun das hier… ah, da ist ja das Buch.“
Wesley holte eine Kladde aus dem Regal. Das kleine schwarze Büchlein sah ausgebeult und alt aus. Die drei Freunde Rupert Giles, Ethan Rayne und Wesley Wyndham Pryce hatten darin so einiges gesammelt und an manches konnte sich Wesley noch erinnern: „Ich kenn diesen Dämon. Ethan wollte ihn unbedingt mal… hier… Aello… sie ist eine Harpyie und man kann sie nur besänftigen, indem man einen Menschen für sie opfert…“
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Angel warf das Schwert nach oben und Buffy fing es auf. Sie stach die kalte Spitze in den Bauch der Dämonen und ließ dann die ganze Klinge durch den Körper von Aello fahren. Die Jägerin spieß den Dämon förmlich auf. Dann löste sich der Griff um Buffys Körper und die Jägerin fiel hinunter. Zum Glück konnte Spike sie aber auffangen und setzte sie dann auf den Boden ab: „Haben wir es jetzt geschafft?“
„Ich weiß nicht. Das Ding kreischt zwar nicht mehr, aber in der Luft ist es noch.“ Gunn war skeptisch und blickte zu Angel hinüber. Der Vampir war sich auch nicht sicher, was er von der Situation halten sollte und zog seine Freunde zu Willow hinüber: „Unterbrecht euren Zauber mal für einen Moment. Dann sehen wir, welche Kraft der Dämon noch hat.“
„Gut, aber fang sofort wieder an, dieses Zeug hier aufzusagen, wenn die da oben mit ihren Flügeln schlägt.“ Cordelia war die Angst an der Nasenspitze abzulesen. Sie wusste nicht, ob sie diesen Dämon besiegt hatten und noch mehr beschäftigte sie der Gedanke an Wesley…
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Dawn hockte auf der Kellertreppe, während ihre Mutter nach Fred sah. Die junge Frau war endlich wieder zu sich gekommen und wusste nicht genau, was überhaupt passiert war. So hörte sie Joyce geduldig zu. Anders als deren Tochter, denn Dawn dachte an den Tag, an dem ihr Vater gestorben war. Sie hatte das Bild von Spike noch genau in ihrem Kopf. Wie er da unten am Ende der Treppe gestanden hatte und auf den toten Körper hinunter blickte. Er hatte nichts gesagt, aber er war genauso geschockt gewesen sie zu sehen, wie sie, als sie ihn erblickte. Doch was hatte die ganze Szene eigentlich zu bedeuten gehabt? Hatte der Vampir ihren Vater getötet oder war er nur zur falschen Zeit am falschen Ort?
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Patrick und Susan wollten sehen, was Deleyn und Wesley gefunden hatten. Doch die Geschwister ließen sie einfach alleine zurück und gingen mit dem Buch ins Foyer. Sie sahen wie Aello von der Decke fiel und auf dem Boden vor Angels und Gunns Füßen aufschlug. Buffy fühlte sich siegessicher, als hinter ihr Giles langsam wieder zu sich kam. Er konnte das Buch in Wesleys Händen sehen und nickte seinem alten Freund zu, der das Buch aufschlug und Aello ansprach:
„Du wurdest gerufen, um Schrecken zu verbreiten.
Ein Opfer ward dir versprochen für deine Dienste.
Doch hier wirst du keine Erfüllung finden.
Hier wirst du nicht das finden, wonach du suchst.
Omnia hominem possidere possidet.
Alles gehört dem Menschen, dem es gehört.
Ad nostera abies.
Geh fort von uns.
Finde dein Opfer bei dem, der dich rief.“
Ein Wind kam auf und verschlang Aello in sich. Wesley legte seinen Arm schützend um seine Schwester, welche die lateinischen Formeln mit ihm gesprochen hatte und gemeinsam mussten sie sehen wie auch ein Abbild von Ethan im Wind verschwand, bis dieser sich wieder legte. Dann trat Stille ein, die Xander unterbrach: „Jetzt ist es vorbei, oder?“
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Fred, Joyce und Dawn hörten nichts mehr von der anderen Seite der Tür und gingen gemeinsam darauf zu. Sie wollten wissen, was auf der anderen Seite passiert war und wie es den Anderen ging, als Dawn auf einmal Joyces Hand nahm: „Müssen wir uns jetzt bei jedem von Buffys Kämpfen verstecken?“
Joyce wusste keine Antwort, denn sie selbst war unsicher über die Zukunft ihrer Tochter, welche auf der anderen Seite ihre Waffe fallen ließ: „Ja, es ist vorbei. Wieder mal ein Sieg für uns… aber auch für den Rat. – Danke, Deleyn.“
„Ich habe wirklich nicht viel gemacht und einen Dank ist es nicht wert. Du hattest schließlich die ganze Zeit über Recht. Du weißt viel besser, was du zu tun hast und zwar ohne, dass der Rat dir irgendwo rein redet… aber jetzt entschuldigt mich bitte für einen Moment.“ Deleyn ging zurück zum Büro, von dem aus Susan und Patrick alles beobachtet hatten. Sie hatten auch gehört, was Deleyn gesagt hatte und es gefiel ihnen gar nicht, dass sich ihre beste Freundin nun auch gegen den Rat stellte…
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Buffy ging zum Keller und war froh, dass ihrer Familie nichts passiert war. Dies galt auch für Cordelia, die freudig auf Wesley zulief und ihn stürmisch küsste: „So, ich lern jetzt Latein, damit ich auch diese Sprüche sagen kann und nicht nur den Aufpasser für den Rest der Gruppe spielen darf.“
„Das wäre aber am sichersten für dich. Und ich will, dass du in Sicherheit bist.“ Wesley klappte das Buch zu und umarmte Cordelia, während sich die anderen Kämpfer über den Kampf unterhielten. Sie fühlten sich auf einmal frei und so stark, als könnten sie Bäume ausreißen. Nur Spike und Angel standen mitten in dem Pulk und fanden keine Worte: „Ich nehme an, dass du wieder gehen wirst.“
„Ja, genau das… ich bin eben kein Schmusevampir so wie du. Ich genieße jetzt meine neu gewonnene Freiheit. Aber wenn wieder ein Kampf ansteht, dann bin ich gerne bereit deiner Exfreundin den Arsch zu retten.“ Spike griff in seine Jacke und holte ein Päcken Zigaretten heraus. Als er sich eine herausfischen wollte, öffnete sich die Eingangstür des Hotels…
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Lindsey hatte die Kanzlei nach dem ausgeführten Auftrag verlassen und würde sich zu Hause entspannen können. Doch dort wartete bereits eine Überraschung auf ihn. Seine Tür stand offen und drinnen saß eine Frau auf seiner Couch. Ihre Beine hatte sie übereinander geschlagen und ihr grauer Rock ging nicht einmal bis zu den Knien. Ihren dunklen Blazer trug sie offen und die Waffe in ihrer Hand war geladen…
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Quentin Travers betrat das Hotel in seinem dunkelgrauen Tweedanzug. Die Vampire würdigte er keines Blickes, denn sein Blick suchte nach seinen Wächtern Stewart und Pryce sowie seiner Agentin Bones. Doch niemand von den Dreien war zu sehen, weshalb das Oberhaupt des Rates sich auf Buffy zu bewegte: „Sie wissen, warum ich hier bin, nehme ich an?“
„Sie suchen ihre Wächter? Na, da müssen wir sie wohl leider enttäuschen, denn mit nach England können sie nur Patrick uns Susan nehmen. Meine Schwester bleibt nämlich hier.“ Wesley nahm kein Blatt vor den Mund und verärgerte den Briten. Doch dieser ließ sich nichts anmerken und blickte sich weiter um: „Ich habe bereits gefürchtet, dass es in der Familie liegen muss. Der Stammbaum der Pryce hat noch nie gute Wächter hervorgebracht. Ich dachte nur, dass jeder eine Chance bekommen sollte, doch das war wohl ein Irrtum. Wo ist Ihre Schwester, Mister Pryce?“
Niemand gab Travers eine Antwort, da keiner wusste, was Deleyn noch mit Patrick und Susan zu besprechen hatte. Immerhin war sie alleine zu ihnen gegangen und wollte bestimmt nicht gestört werden…
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Ihre beste Freundin und ihr Verlobter… Deleyn konnte es immer noch nicht glauben, dass zwei der für sie wichtigsten Menschen ihr in den Rücken gefallen waren. Sie hatten den Rat des Öfteren angerufen und hatten ihr damit nur geschadet. Sie würde ihren Job verlieren und ihr Leben in London würde niemals mehr das sein wie zuvor.
Sie hatte Los Angeles als Chance in ihrer Karriere gesehen, doch es war zu etwas anderem geworden, dass ihr niemand mehr nehmen konnte: „Ich bin enttäuscht, wütend… habt ihr denn auch nur einmal an mich gedacht? Was ich jetzt machen soll, wo Travers mir den Dienst quittieren wird?“
„Du hast selber nicht an dich gedacht. Du hattest heute die Chance alles wieder in Ordnung zu bringen, aber dann hast du Buffy ja machen lassen, was sie wollte und uns hast du komplett raus gehalten.“ Susan wollte sich vor Deleyn aufbauen, doch Patrick hielt sie zurück: „Lass es Susan. Deleyn weiß, dass sie einen Fehler gemacht hat. – Du wirst Travers sagen, dass du nur noch im Innendienst bleiben willst und er wird das verstehen. Es ist noch nicht alles verloren.“
„Doch Patrick, genau das ist es.“ Deleyns Blick war voller Trauer, doch sie hielt die Tränen zurück. Sie hatte die Entscheidung getroffen und zog Patricks Verlobungsring von ihrem Finger…
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Lindsey lag nun tot auf dem Boden und sein Blut verteilte sich über den Teppich. Damit war der zweite Anwalt erledigt und die Kanzlei war bereit für einen neuen Wind…