Folge 1.10
Folge 10 (10)
Familienzuwachs
Welcome to the family
Joyce wurde aus dem Krankenhaus entlassen und wollte den Tag mit ihren beiden Mädchen verbringen. Nur Xander und Fred begleiteten sie, damit Joyce sich nicht überanstrengte. Die Fünf gingen gemeinsam in den Park, wo Xander seine beste Freundin beiseite zog: „Wie geht es dir jetzt? Ich meine, dass mit deiner Mutter muss dich ganz schön mitgenommen haben.“
„Es geht. Ich weiß, dass es ihr gut geht und wir haben bisher schon schlimmeres überstanden. Aber sag mal, wo ist Willow eigentlich?“ Buffy ging neben Xander her, der seinen Arm um ihre Schultern legte: „Sie ist im Hotel und lernt von Giles, mit ihren magischen Fähigkeiten umzugehen. Sie soll besser werden, damit sie uns noch besser helfen kann… aber ich glaube, dass sie das sehr an Tara erinnern könnte…“
„Sie hat es am schwersten oder? Ich meine, wir sind über die Trennungen ganz gut drüber weggekommen aber unsere Willow… ich mach mir Sorgen um sie.“ Buffy blieb stehen und sah Xander an, der seine Hände auf ihre Schultern legte: „Sich Sorgen zu machen ist meine Aufgabe. Ich kann doch nichts anderes und unsere Willow… unsere Willow findet wieder jemanden, genau wie du. Ihr seid doch die Superfrauen. Ihr müsst nur aufpassen, dass nicht gleich jeder Mann das Gefühl bekommt neben euch wie ein kleiner Zwerg zu sein.“
„Da hast du vielleicht Recht. Aber du bist ein toller Zwerg und den geben Willow und ich nicht so einfach her. Da muss sich die nächste Frau schon richtig anstrengen.“ Buffy nahm Xander in die Arme, als ihre Mutter rief.
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Angel und Gunn standen in der Lobby und sahen zu Willow und Giles. Die Beiden saßen auf dem Boden und hielten gegenseitig ihre Hände. Willow sollte ihre Augen schließen und sich vollkommen entspannen. Sie sollte an nichts mehr denken und einfach die Seele baumeln lassen. Sie sollte spüren, was um sie herum passierte und von hier aus eine Reise beginnen: „Du musst loslassen und einfach gehen. Lass deinen Geist andere Orte sehen und du wirst sie gezeigt bekommen.“
„Was macht er da noch mal?“ Gunn hielt nichts davon zu flüstern, auch wenn er Giles vielleicht unterbrechen könnte. Doch um genau das zu verhindern, zog Angel ihn in den Büroraum: „Giles will durch Willows Hilfe versuchen herauszufinden, warum Ethan für Wolfram & Hart arbeitet. Nur die Zwei können da nicht einfach auftauchen…“
„Und warum gehen wir nicht? Oder Deleyn? Musste Cordelia denn wirklich dieses Doppeldate vorschlagen? Mir wird noch immer ganz schlecht bei diesem Gedanken.“ Gunn hatte sich nicht so schnell daran gewöhnt, dass Wesley und Cordelia nun ein Paar waren. Aber Angel konnte nur ein Lächeln über dieses Thema verlieren. Er freute sich für seine Freunde, auch wenn es ihm nicht gefiel, dass Patrick nicht da war. Der Vampir traute ihm einfach nicht über den Weg und sein Instinkt lag selten daneben…
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Cordelia hatte nach allem einen ruhigen Abend verbringen wollen. Ein Abend mit Wesley und mit Deleyn, zu deren Familie sie gerne gehören wollte. Aber zu dieser Familie gehörte auch Pascal und auf diesen war heute niemand gut zu sprechen. Selbst seine Verlobte Deleyn sah ihn nicht an, denn sie fühlte sich hintergangen. Patrick hatte sie im Flur einfach liegen gelassen und über Angel stritten sie auch nur noch. Denn Deleyn war immer mehr dazu bereit ihn wirklich als eine gute Seele zu akzeptieren, doch Patrick war da anderer Meinung…
In dem kleinen Club war heute Abend Karaoke singen und Cordelia schickte Patrick und Wesley nach oben auf die Bühne. Auch wenn die Zwei es nicht wollten, gaben sie nach und so blieben Cordy und Deleyn am Tisch sitzen. Cordelia schaute noch nach oben zu ihnen und musste lachen. Die beiden Männer stellten sich wirklich dämlich an. Doch dann wendete sie sich für einen Augenblick von ihnen ab und sah Deleyn an: „Wie geht es dir?“
„Ich bin wieder gesund und bis auf ein paar blaue Flecken kann man auch nichts mehr sehen… nur… Ich kann noch immer nicht glauben, dass er mich hat liegen lassen, während Angel und Gunn mich rausholen mussten. Er liebt mich doch und ich… ich liebe ihn…“ Deleyn sah wehmütig zu Patrick hinüber, als Cordelia ihre Hand nahm: „Glaub mir, es wird wieder gut. Du bist hier nicht mehr allein und wenn irgendwas ist, dann bin ich da.“
„Danke Cordelia, aber ich glaube, dass mein Bruder auch noch Zeit mit dir verbringen will und irgendwie muss es zwischen mir und Patrick auch wieder funktionieren.“ Deleyn legte ihre Hand auf die von Cordelia und freute sich, in ihr eine neue Freundin gefunden zu haben. Doch diese würde ihr nicht bei allem helfen können.
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„Giles, wie soll ich das denn schaffen? Ich bin nur eine ganz kleine Hexe. Ich zaubere gerade mal seit zwei Jahren und das auch… ich hab mit Tara gezaubert. Wir haben es immer gemeinsam getan und jetzt… Giles, ich kann das nicht.“ Willow wollte vom Boden aufstehen, doch Giles hielt sie zurück: „Du bist nicht allein, Willow. Ich sitz doch auch hier und auch wenn ich nicht deine Freundin bin, so glaube ich an dich. Du kannst das Willow, du musst es nur versuchen.“
„Giles, das ist zu hohe Magie. Ich bin doch noch auf den ganz unteren Stufen.“ Willow zweifelte an sich selbst, aber Giles ließ nicht locker, weshalb sie es noch einmal gemeinsam probierten.
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Joyce strahlte übers ganze Gesicht und auch Fred und Dawn lagen sich in den Armen, als Buffy und Xander zu ihnen stießen. Die Beiden wussten nicht, was los war, als auch sie in die Arme geschlossen wurden und Joyce mit der Neuigkeit triumphierte: „Lilah Morgan hat mich gerade angerufen. Sie sagt, dass der Sorgerechtsfall geklärt ist und Dawn von uns an bei uns leben wird. Niemand kann mich jetzt noch von meinen Mädchen trennen, also kommt her ihr Beiden, ich will euch einfach nur bei mir haben.“
Buffy und Dawn konnten nicht glauben, dass es endlich so weit war. Sie waren endlich eine Familie und das konnte ihnen niemand mehr nehmen, weshalb ihre Freunde sich gleich mit ihnen freuten.
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Angel musste Gunn Recht geben. Sie mussten selbst etwas unternehmen, wenn sie Ethan endlich stoppen wollten und deshalb fuhren die beiden gemeinsam los. Angel saß zwar nicht gerne nur auf dem Beifahrersitz, doch dieser Wagen gehörte Gunn und dieser würde ihn in keinem Fall dem Vampir überlassen. So musste Angel nur dasitzen und dachte nach. Wie konnten sie Ethan finden und wieso arbeitete dieser Kerl mit Wolfram & Hart zusammen? Hatte die Kanzlei keine anderen Monster mehr in Petto, die sie dem Vampir an den Hals jagen konnten? Oder war der Hexer nur wegen seinen alten Freunden hier?…
„STOP! Gunn, du fährst sofort zurück. Du musst Giles beschützen und ich werde Wesley und Deleyn suchen. Die Drei müssen uns mehr über Ethan erzählen.“ Angel sprang aus dem Wagen und verschwand gleich in den dunklen Straßen der Stadt, während Gunn noch nicht mal wusste, um was es nun genau ging.
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Lindsey saß in seinem Büro und ging ein paar Unterlagen durch. Er suchte Ethans Vertrag, als Lilah seine Türe öffnete: „Ich habe heute mit Joyce Summers gesprochen. Es hätte gar nicht besser laufen können. Die Frau frisst mir aus der Hand. – Und wie läuft es bei dir?“
„Darla ist unten und überwacht Ethan. Die Verwandlung dürfte bald abgeschlossen sein und dann… ich will dir ja nicht die Freude nehmen, es selbst mitzuerleben. Möchtest du mich also begleiten?“ Lindsey stand auf und ging in Richtung Tür. Dann öffnete er diese und ließ seiner Kollegin den Vortritt…
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Cordelia und Wesley tanzten gemeinsam, während Deleyn ihnen nur zusah. Patrick war gerade zur Toilette verschwunden und nun saß sie ganz allein an diesem Tisch. Sie dachte daran, wie sie und Patrick in England getanzt hatten und wie sehr Susan ihre beste Freundin dazu gedrängt hatte. Und sie hatte ihr Ziel ja auch erreicht, denn ohne sie wären Deleyn und Patrick bestimmt heute noch nicht zusammen. Aber das Schicksal hatte es anders gemeint… sie waren zusammen und sogar verlobt. Sie waren beide hier und doch hatten sie sich nichts zu sagen. Deleyn schmerzte es zutiefst und am liebsten wollte sie es einfach wieder vergessen, doch dann hörte sie diese Stimme…
Die Wächterin drehte sich um und sah wie Patrick mit einem Mann sprach. Die Beiden machten keine Gesten und doch schienen sie wütend zu sein. Deleyn ging näher in ihrer Richtung, bis sie Angel erkannte: „Was machst du hier?“
„Ich suche dich… und Wesley. Ihr beide müsst sofort mit mir kommen.“ Angel wollte bereits Deleyns Hand ergreifen, doch Patrick war schneller: „Sie geht nirgendwo mit dir hin. Wir wollten uns einen schönen Abend machen und das verhinderst du nicht.“
Deleyn sah wie sich die beiden Männer böse anfunkelten und dann kamen von hinten auch noch Wesley und Cordelia zu ihnen: „Was ist denn hier los? Angel, was machst du hier?“
„Ich glaube, dass noch mehr hinter Ethans Auftauchen steckt und meiner Meinung nach, seid ihr und Giles der Grund dafür.“ Angel musste nicht mehr sagen, denn Wesley nickte ihm zu und dann verschwanden die Fünf gemeinsam…
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Darla war im Keller der Kanzlei und stand vor einem Spiegel. Sie stellte sich vor, sich selbst darin zu sehen. Doch sie war ein Vampir und sah nur, wie Ethan sich vor Schmerzen krümmte. Seine Augen leuchteten gelblich auf und es schien so, als würde sich unter seiner Haut etwas bewegen. Darla drehte sich erschrocken zu ihm um, weil sie selbst nicht wusste, was sie erwarten würde und dann ging die Tür auf. Lindsey und Lilah betraten den Kellerraum und schauten zu Ethan: „Na, das sieht doch gut aus. Ich denke, noch ein paar Stunden und dann wäre es geschafft. Es wird dann auch nicht mehr wehtun, Ethan. – Darla, tut mir Leid, dass du dir das hier nicht bis zum Ende ansehen kannst, aber ich möchte, dass du noch einen anderen Auftrag für die Kanzlei verfolgst…“
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Susan kam von einem Gespräch mit Quentin Travers zurück nach Hause und legte ihren Schlüssel auf die Küchenzeile. Sie musste tief durchatmen, weil ihr der Auftrag nicht gefiel. Sollte sie nun wirklich ihre besten Freunde beschatten? Das konnte Travers doch nicht wirklich von ihr verlangen. Deleyn und Patrick kannten doch ihre Pflichten und würden den Rat niemals hintergehen. Sie wussten, dass mehr als nur ein Job auf dem Spiel stand und sie wollten doch bald heiraten…
Susan ging ins Wohnzimmer und schaute sich die Bilder an der Wand an. Es waren Bilder von ihr und ihrer Familie, aber auch von ihrer besten Freundin Deleyn und von deren Verlobten Patrick… nein, die beiden waren immer so glücklich und wenn der eine mal vom rechten Weg abkommen sollte, dann brachte der andere ihn zurück. Etwas anderes konnte es doch nicht geben. Patricks Anruf musste eine Fehlmeldung gewesen sein. Er hatte bestimmt nicht daran gedacht, dass er seiner Freundin auf diese Weise große Probleme bereitete. Probleme, die sie nicht ausbügeln wollte…
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Giles spürte wie Willow zitterte und deshalb brach er seinen Versuch ab. Die Hexe blieb noch eine Weile auf dem Boden sitzen, während Giles Buffy, Xander, Dawn, Joyce und Fred begrüßte. Sie waren wieder da und erzählten, was Lilah Joyce gesagt hatte. Giles freute sich nun ebenfalls, als Gunn ins Hotel kam: „Tut mir Leid, dass ich euch unterbrechen muss. Aber Angel glaubt, dass wir ein Problem haben.“
„Und wo ist Angel dann?“ Buffy sah Gunn fragend an, als sich die Tür hinter ihm wieder öffnete. Angel kam mit Cordy, Deleyn, Patrick und Wesley ins Hotel und somit waren sie wieder alle zusammen, als Willow schrie…
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Spike öffnete die Tür und prompt kam Darla in seine Wohnung. Er hatte hier alles auseinander genommen, weil er so wütend über sich selbst gewesen war und Darla wollte er nun bestimmt nicht sehen. Doch diesen Gefallen tat sie ihm nicht: „Wolfram & Hart schickt mich. Die Kanzlei hat einen weiteren Auftrag für dich und dieses Mal wirst du ihn auch ausführen und nicht wieder so stümperhaft arbeiten wie beim letzten Mal. Hast du das verstanden, Spike?“
„Ich tu nichts mehr für diese Kanzlei. Ich brauch das alles hier nicht und diese Anwälte…“ Spike spürte den Pflock an seiner Brust und sah Darlas finsteres Lächeln: „Du tust genau das, was die Anwälte dir sagen… oder es wird mir eine Freude sein, dich zu erledigen.“
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„Willow? Will, ist alles in Ordnung?“ Xander hielt seine beste Freundin fest und alle sahen die rothaarige Hexe an, die etwas vor sich hin stammelte: „Da draußen ist etwas. Es ist unter der Erde und es ist so dunkel. Giles, ich weiß nicht, was ich da gesehen habe, aber… da war Ethan und diese Lilah… und Darla und Spike…“
Joyce schloss Dawn in ihre Arme, während Angel und Buffy nicht wussten, was sie sagen sollten. Sie hatten sich nur einen Tag Auszeit nehmen wollen und nun klang gleich alles viel schlimmer als zuvor. Denn was war dieses Dunkel und warum war selbst Spike in Los Angeles?…
„Willow, wenn du etwas gesehen hast, dann schlagen wir es in den Büchern nach. Also du tust das mit Xander, Fred und unseren Wächtern. Angel, Gunn, ihr kommt mit mir. Ich glaube, ich muss noch trainieren, wenn unsere Gegner immer mehr werden… Mum, pass auf Dawn auf.“ Buffy ging in den Keller, während auch alle anderen in verschiedene Richtungen verschwanden. Nur Cordelia wusste nicht genau was sie tun sollte, bis Deleyn sie antippte: „Ich würde vorschlagen, dass du dich um Joyce und Dawn kümmerst. Die Beiden sehen aus, als würden sie unter Schock stehen.“
„Du hast Recht.“ Cordelia ging zu Joyce und Dawn und brachte die Beiden nach oben, während Patrick zu Deleyn ging: „Was willst du jetzt machen?“
„Ich weiß nicht. Mein Verstand sagt mir, dass ich den Rat anrufen muss, aber… mein Herz sagt mir, dass ich einfach auf Buffy hören soll, um so schnell wie möglich etwas herauszufinden. Ich weiß, dass dir das nicht gefällt und du wirst auch bestimmt gleich wieder in London anrufen, aber ich… ich entscheide alles mit meinem Herzen und deshalb werde ich jetzt zu den anderen gehen.“ Deleyn wollte gerade zum Büro gehen, als Patrick sie festhielt und sie an sich zog: „Ich hab gelernt, immer erst den Rat um Hilfe zu bitten. Einen Bericht zu verfassen, damit ich mich nachher nicht rechtfertigen muss… aber ich will dich nicht verlieren. Deleyn, ich bin aus Englang gekommen, um bei dir zu sein und nicht, damit wir uns immer weiter voneinander entfernen. Ich liebe dich…“
„Ich liebe dich auch.“ Deleyn streichelte Patricks Wange und küsste ihn zärtlich. Für einen Moment vergaßen sie all die Aufregung um sie herum und waren nur wieder zwei Verlobte, die ihrem Hochzeitstermin entgegen fieberten. Sie hielten sich fest und küssten sich sinnlicher. All der Ärger schien mit einem Mal vergessen und es gab nur sie… und Angel, der sie von der Kellertür aus beobachtete…
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Spike war Darla nur widerwillig gefolgt und nun wurde er ganz blass. Auf dem Boden des Kellers war nichts mehr von Ethan Rayne zu sehen. Nur Haut und Haare lagen in Fetzen auf dem Boden verteilt, während der Dämon in der Mitte des Raumes seine Flügel ausbreitete…