Folge 1.05
Folge 5 (5)
Meine Leidenschaft
My interests
Wesley hatte seine Schwester auf andere Gedanken bringen wollen und ging deshalb heute mit ihr in eine Ausstellung. Er wollte mal wieder einen ganz normalen Tag mit Deleyn verbringen und das ohne Streitereien über den Rat oder sonst etwas. Einfach nur sie beide, so wie früher: „Möchtest du etwas trinken?“
„Nein, ich gehe lieber so rum und lasse alles auf mich wirken… und… ich denke noch nach…“, Wesley musste seine Schwester nicht einmal angucken, um zu wissen, worauf sie hinaus wollte. Er hatte keine Lust noch einmal mit ihr über Travers und seine Ansichten über Angel zu streiten und deshalb ließ er seine Schwester alleine gehen. Er hatte keine Lust mehr auf die Ausstellung. Der ehemalige Wächter drehte sich um und rempelte dabei eine Frau an: „Oh, das tut mir Leid. Kann ich Ihnen jetzt vielleicht irgendwie helfen?“
„Ja, eine neue Bluse und ein neues Sektglas… oder einfach ein Taxi…“, die junge Frau lächelte und ließ sich von Wesley nach draußen bringen.
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Angel wollte Deleyns Abwesenheit nutzen, um in sein altes Zimmer gehen zu können. Er wollte ein paar seiner Sachen zurückholen, aber er kam nicht hinein. Die Frau hatte einen Schutzzauber gelegt. Sie vertraute ihm kein bisschen, genau so wie es ihm mit ihr ging. Doch was sollte er jetzt machen? Er konnte sie nicht zur Rede stellen und so suchte er in der Kanalisation einen klaren Gedanken. Der Vampir wollte ein Nachtwesen vernichten, um sich selbst zu beruhigen. Dann hörte er etwas und drehte sich um: „Gunn… was machst du denn hier?“
„Ich hab gesehen wie du verschwunden bist und dachte, dass du vielleicht Hilfe brauchen könntest beim Jagen.“, Gunn grinste und nahm seine Kampfstellung ein. Dann entspannte er sich aber wieder, da er Angel ansehen konnte, dass er das gar nicht so lustig fand. Trotzdem gingen sie gemeinsam weiter und horchten, ob sie nicht doch noch jemand anderen hier finden würden…
„Sag mal, was hältst du von Deleyn? Ich meine, gut sie ist Wesleys kleine Schwester und eigentlich müssten wir sie ihm zu liebe schon alle mögen, aber… ich kann das nicht. Mich macht die Frau einfach nur wahnsinnig.“, Angel ließ sein Schwert kreisen und schlug damit in die Luft. Gunn konnte dadurch spüren, dass sein Freund seine Worte wirklich ernst meinte und versuchte ihn deshalb zu beruhigen: „Hey, die wird doch nicht ewig bei uns bleiben. Sie wirkt eher wie eine Frau, die im Leben was erreichen will… mit uns will die gar nichts zu tun haben und deshalb sind wir sie auch bestimmt bald los.“
„Ich hoffe, du hast Recht. – Achtung!“, Angel sah die zwei Vampire zuerst und erleichtert über eine Ablenkung ließ er den Kampf beginnen.
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Buffy und Xander saßen in der Lobby und schwiegen sich an. Sie hatten beide jemanden verloren und bei Xander saß der Schmerz noch tief. Buffy hingegen war über Riley hinweg und wollte sich lieber aufs Jagen konzentrieren; doch ihre Freunde brauchten sie jetzt: „Hey, Kopf hoch. Du findest jemanden, der dich wirklich liebt und der für dich da ist, egal wann.“
„Ja, das wäre schön, aber… Buffy, ich bin niemand Besonderes, also was kann ich einer Frau schon bieten? Einen Arbeiter vom Bau? Das ist doch wirklich lächerlich.“, Xander fühlte, dass Buffy seine Hand nahm. Für sie war er jemand Besonderes, denn kein Mann hätte all das durch gestanden, was sie schon zusammen erlebt hatten.
Darüber musste Xander lachen, denn Buffy hatte Recht. Willow, Buffy und er hatten schon so manchem Ungeheuer das Fürchten gelehrt und das sollte nicht vorbei sein. Denn auf einmal hörten die Freunde einen Schrei…
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Spike saß in seiner Wohnung und schaltete die Kanäle seines Fernsehers durch. Nichts lief, was ihn interessieren könnte und so schaltete er die Glotze wieder ab. Doch als er dann zum Kühlschrank gehen wollte, hörte er etwas. Jemand klopfte an seine Tür und so drehte der Vampir sich wieder um und öffnete seine Wohnungstür. Lorne stand davor und bat um Einlass: „Ah, der Dämon aus der Bar. Willst du wohl ansehen wo ich hier gelandet bin, was? Na, dann komm rein.“
„Ich bin eigentlich nicht für eine Plauderstunde gekommen… ich bringe nur jemanden her…“, Lorne machte einen Schritt zur Seite und dann konnte Spike sehen, wer ihn besuchen wollte…
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Lindsey wartete in seinem Büro auf einen Klienten der Kanzlei. Rayne war sein Name und Lindsey wusste nur, dass der Mann Mitglied einer okkulten Gruppe gewesen war. Die Seniorpartner hielten ihn für einen fähigen Mann, doch würde er ihnen wirklich helfen können? Immerhin ging es hier um so vieles…
„Lindsey Mc Donald?“, ein schlanker Mann mit englischem Akzent in der Stimme sprach den Anwalt an. Er trug eine Hose aus Tweed und ein rötliches Hemd… leger für einen Mann aus London. Aber passend, denn jemanden, der nur im Staub der Vergangenheit gräbt, brauchte Lindsey nicht: „Sie müssen Ethan Rayne sein. Willkommen bei Wolfram & Hart. – Die Seniorpartner haben Sie mir empfohlen… ich denke, Sie wissen bereits um was es geht?“
„Natürlich…“, Ethan nahm gegenüber von Lindsey Platz und wollte dem Anwalt davon berichten, was er sich vorgestellt hatte…
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„Darla…“, Spike klappte die Kinnlade runter, als er die Vampirin sah. Er hätte nicht einmal gedacht, dass sie noch leben würde und nun stand sie einfach vor ihm. Fast als wären sie einmal Freunde gewesen, dabei hatten sie sich immer nur geduldet. Doch heute war das anders, das merkten sie beide: „Spike… bittest du mich nicht herein?“
„Darla… doch, komm rein. Möchtest du etwas Blut?“, Darla nickte Lorne zu, der sich auf den Weg zurück zu seinem Club machte, während Darla kurz darauf ein Glas von Spike entgegen nahm: „Was willst du hier?“
„Ich wollte alte Freunde besuchen… dich und Angelus… aber ich muss sagen, dass ihr euch Beide sehr verändert habt. Doch davor hat Lilah mich schon gewarnt… trotzdem glauben wir Beide, dass du uns sehr nützlich sein kannst, also…“, Darla setzte sich auf das schwarze Ledersofa und lächelte Spike gehässig an. Sie hatte einen Plan und er musste genau das tun, was sie wollte… das hatte er unterschrieben…
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Wesley begeleitete die junge Frau namens Fred nach Hause. Im Taxi hatten sie sich schon über Okkultes unterhalten und der ehemalige Wächter wusste, dass sie wie eine Seelenverwandte war. Sie interessierte sich für die gleichen Dinge wie er und sie glaubte an alles, von dem sie sprach: „Ich bin zwar noch nie Dämonen begegnet, aber…“
„Glauben Sie mir, beim ersten Mal ist man noch sehr aufgeregt, aber dann wird es Routine. – Ich meine natürlich, dass das dann auch auf den Dämon ankommt, aber bei Vampiren wird es irgendwann eintönig.“, Wesley lachte, aber dann sah er in Freds Gesicht, die auf einmal blass wirkte. Sie hatte noch nie jemanden darüber sprechen hören, dass Vampire und Dämonen hier in dieser Stadt herumliefen. Es machte ihr auf eine Weise Angst, doch andererseits bestätigte es die Schriften: „Glaubst du, dass alle Nachtwesen böse sind?“
„Nein, ich kenne einen Vampir, der nur für das Gute kämpft und wenn du möchtest, dann…“, Wesley merkte, dass er sich weit vorwagte. Allerdings wollte er es auch riskieren und dieser bezaubernden Frau einen guten Vampir vorstellen – Angel
„Shanshu… es ist also wahr. Der Vampir mit der Seele und er lebt hier in Los Angeles. Alle meine Recherchen waren richtig. Wesley, weißt du, was das bedeutet?“, Fred war aufgeregt und interessiert an Antworten und an all dem Neuen, was Wesley ihr noch erzählen könnte.
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Buffy und Xander rannten zu Cordelia. Sie lag auf dem Boden und hielt sich den Kopf. Durch ihr Schreien hatte sie das ganze Hotel alarmiert und nun so kamen auch Joyce, Giles, Willow und Tara zu Cordy. Sie ließ sich von Xander aufhelfen und stotterte herum. Dann schluckte sie und atmete tief durch: „Wir müssen Angel herholen. Ich hatte eine Vision… ein Schwarm Heuschrecken hat im Park zwei Menschen getötet. Wir müssen sofort los und das Schlimmste verhindern… denn wie wir sie aufhalten weiß ich überhaupt nicht.“
„Okay, Giles, Mum, Tara, ihr nehmt Wesleys Bücher und versucht herauszufinden, was die Heuschrecken in die Stadt treibt und warum sie Menschen angreifen. – Cordy, Xander, ihr versucht Angel zu erreichen. Er soll in den Park kommen, Willow und ich werden dort sein.“, Buffy und Willow rannten los, während sie Aufruhr und Hektik im Hotel zurückließen. Denn jeder versuchte irgendwas zu tun, nur Tara knallte ein Buch auf den Schreibtisch: „Willow wird diese Insekten so oder so vernichten, als was machen wir hier bitte schön. Wir könnten genauso gut ein Wellnessbad nehmen, während sie alles nur alleine machen wollen.“
„Buffy versucht Menschen zu retten und Sie können nichts weiter tun, als hier rumschreien? Ich hätte sie wirklich anders eingeschätzt, Tara. Aber bitte… wenn Sie gehen wollen, dann wird sie niemand aufhalten.“, Joyce nahm sich das Buch, was Tara weggeworfen hatte und blätterte darin herum.
Währenddessen tippte Cordy auf ihrem Handy herum, doch wie immer hatte Angel sein kleines Notfalltelefon nicht dabei. Es war ihm zu modern und deshalb konnte Cordy es vergessen, ihn zu erreichen. Doch dann öffnete sich mit einem Mal die Tür und…
„Was ist hier eigentlich los?“, Deleyn ging auf Cordy zu, die der Wächterin erzählte, was los war. Xander gefiel dies zwar nicht, aber was konnte dabei schon schief gehen: „Ich hatte eine Vision von einem Heuschreckenangriff im Stadtpark. Buffy und Willow sind dorthin auch schon unterwegs und wir…“
„Wo sind Wesley und Giles?“, Deleyn hatte beigebracht bekommen, dass eine Jägerin niemals einen Kampf bestreiten durfte, wenn ihr Wächter nicht dabei war. Jedoch schienen Wes und Giles nichts mehr von dieser Auffassung zu halten und deshalb war es Zeit das Ruder selbst in die Hand zu nehmen: „Rufen Sie meinen Bruder an. Er soll sofort her kommen und Giles helfen. Um Angel werde ich mich kümmern, der Vampir kann schließlich nicht vollkommen verschwunden sein.“
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Dawn lag auf ihrem Bett und schrieb etwas in ihr Tagebuch. Sie wollte in diesem Moment gar nicht hier sein. Ihr Vater hatte sie belogen und nun wollte sie nur noch eins. Ihre Mutter und ihre Schwester kennen lernen… aber Hank hatte ihr gedroht. Wenn sie abhauen würde, dann würden seine Anwälte das Joyce nur zum Nachteil auslegen. Sie hätte ihre Tochter ja nur manipuliert und das war gegen die Regeln…
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Buffy versuchte mit Feuer gegen die Insekten anzukommen, während Willow einen Zauber nach dem anderen aussprach, um die Plage loszuwerden. Doch es schienen immer mehr und mehr Heuschrecken zu werden. Sie krochen aus allen Löchern, hinter jedem Grashalm kamen sie hervor und stürzten sich auf ihre Opfer. Von den zwei Menschen aus Cordy Vision hatte Buffy nur die Frau retten können. Der Mann lag auf dem Boden und war überseht von dem krabbelnden Unheil: „Tut mir Leid, Mister.“
Buffy entzündete die Heuschrecken und die Überreste des Mannes mit einem Flammenwerfer, als auf einmal Deleyn auftauchte. Sie sah, dass hier nichts lief wie es sollte und schlug um sich. Das Schwert war wohl nicht die beste Wahl gewesen, denn von den Insekten schlug sie keins zu Tode. Selbst Angel musste kurz lachen, als er sie so unbeholfen sah. Aber dann sagte sein Gewissen ihm, dass er doch helfen musste. Er rannte auf die Wächterin zu und riss sie zu Boden: „Wollten Sie mir noch sagen, was hier passiert? Ach nein, in England lernt man ja nur, alles alleine zu machen.“
„Sie sollten derjenige sein, der verbrannt wird. Nicht…“, Deleyn wurde plötzlich klar, dass sie nicht einfach nur hier stehen und den Vampir anschreien konnte. Sie musste sich diesen Heuschrecken widmen, die auf einmal alle in der Luft schwebten. Willow war auf einmal dieser Spruch eingefallen und nun brannte Buffy alles nieder. Nur Deleyn griff in die Luft und schnappte sich zwei der Heuschrecken, damit sie diese untersuchen konnte.
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Wesley führte Fred in das Hotel und wollte sie allen vorstellen, doch dann rannte schon Cordelia auf ihn zu: „Du bist wieder da. Ich hab die ganze Zeit versucht dich zu erreichen, aber… Wes, in der Stadt… ähm… wer ist das denn?“
Fred streckte Cordelia ihre Hand entgegen und wollte sie begrüßen, aber auf einmal war Sunnydales Highschoolqueen gar nicht mehr so freundlich. Sie ging einfach zu Xander rüber und fragte ihn, ob er etwas trinken gehen wolle.
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Buffy und Willow brachen mit Gunn zum Hotel auf. Deleyn wollte mit ihnen gehen, aber Angel hielt sie fest: „Wenn Sie glauben, Sie kommen wie heute einfach immer davon… dann haben Sie sich getäuscht. Denn ich werde Sie jetzt nicht mehr aus den Augen lassen. Irgendetwas stimmt mit Ihnen nämlich nicht und ich finde heraus, was das ist.“
Deleyn fühlte sich angegriffen und hielt Angel ein Kreuz gegen seine Brust: „Dann wollen wir mal sehen, wer am Ende nachgeben muss…“