Folge 1.02
Folge 2 (2)
Neue Freunde
New friends
Angel wusste, dass seine Angreiferin einen ihrer Pfeile mit Feuer ausgestattet hatte. Sie wollte ihn also unbedingt erledigen und zu Staub verwandeln, aber so schnell würde der Vampir sich nicht geschlagen geben. Er wollte die Frau nicht verletzen, doch sein Leben war ihm auch lieb und teuer. Er sprang über den Tresen und rannte auf sie zu… der Pfeil flog, doch er konnte ihm ausweichen und stürzte sich auf die Lady…
„DELEYN!“, Wesley kam die Treppe runter gerannt und kam der Engländerin zu Hilfe. Angel schockierte dieses Verhalten etwas, da sein Freund und Mitarbeiter die Frau behandelte, als wäre sie eine Königin. Er erfüllte ihr sofort jeden Wunsch, ohne dass sie viel sagen musste. Der ehemalige Wächter wusste es auch schon so und die englische Lady strahlte ihn richtig an. Es war aber nicht wie das Lächeln eines verliebten Teenagers, sondern etwas Reiferes… was der Vampir jedoch nicht näher ergründen wollte. Sollte Wesley sich doch mit dieser Frau beschäftigen. Er selbst wollte sich stattdessen um die Wesen der Nacht kümmern und einigen eine Lektion erteilen.
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Cordelia lag auf ihrem neuen Bett und sah sich um. Wesley hatte wirklich Geschmack… es war zwar alles schlicht und englisch, aber sie konnte eine Liebe zum Detail erkennen. Natürlich würde er seine Sachen noch alle aus dem Zimmer räumen, aber so lange noch alles zu stand wie er es zurückgelassen hatte, konnte sie nicht anders. Sie musste ein paar Dinge erforschen und ging durch den Raum. Auf der kleinen Kommode fand sie dann etwas, dass ihr Interesse weckte. Sie hatte gesehen, wie Wes ein Photo mitgenommen hatte, ehe er ihr das Zimmer überlassen hatte. Doch ein dickes Photoalbum hatte er hier gelassen. Cordy nahm es also mit zum Bett und legte sich hin. Die Seiten des Buches blätterte sie eine nach der anderen um… der kleine Wesley strahlte sie von Schwarzweißaufnahmen an und zauberte auch ihr ein Lächeln ins Gesicht. Er war wohl schon damals freundlich und humorvoll gewesen, wenn auch nicht alle dieser Meinung waren… doch da war noch etwas anderes…
Cordelia blätterte weiter und sah immerzu dieses kleine Mädchen an Wesleys Seite. Sogar auf den späteren Aufnahmen zum Ende des Buches war sie da… eine junge Frau mit langen braunen Haaren und großen braunen Augen… sie schien so alt wie Cordelia selbst zu sein und doch hatte sie etwas an sich, das Cordy nicht hatte…
Die junge Frau wirkte so selbstsicher und doch wissbegierig… aber was Cordy am meisten ärgerte war, dass die Frau scheinbar ein hohes Maß an Interesse für Wesley aufbrachte. Sie hatte ihn ihr ganzes Leben lang begleitet und Cordy vermutete sogar, dass es ihr Bild gewesen war, das Wesley mit sich genommen hatte…
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Buffy war heute früh aufgestanden, da sie mit ihrer Mutter heute zu ihrem Vater wollte. Sie hatten ihn nicht angerufen und so würde Hank bestimmt aus allen Wolken fallen. Und erst Recht Buffys kleine Schwester, denn die beiden Summersmädchen haben sich noch nie gesehen… oder können sich jedenfalls nicht daran erinnern…
Deshalb war Buffy nun auch aufreget, als sie mit ihrer Mutter im Bus saß. Sie fuhren sieben Haltestellen vom Hotel aus und stiegen dann aus. Die Gegend kannte Buffy noch, denn sie hatte ihren Vater das ein oder andere Mal besucht… nur hatte er Dawn über diesen Zeitraum immer in irgendein Ferienlager geschickt. Die Schwestern sollten sich einfach nicht sehen und das tat auch Joyce weh… doch jetzt würde es ja anders kommen, dachte sie, als sie die Klingel drückte und Stimmen von der anderen Seite der Tür hörte…
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Xander war mit Anya in das Zimmer von Willow und Tara gegangen. Die Vier hockten alle auf dem Bett und sprachen über Buffy und Riley. Kaum einer von ihnen konnte verstehen, wie Riley Buffy auf diese Weise hintergehen konnte… nur Anya zeigte eine gewisse Art von Verständnis, aber eben auf ihre Weise: „Riley hat doch nur versucht seinen Herren zu folgen. Ich hätte das nicht anders gemacht. Ihr müsst wissen, als ich noch Rachedämonin war, da gab es gar nicht den Gedanken daran, dass wir und D´Hoffryn widersetzen. Das ich Xander heute am Leben lasse, ist eigentlich gar nicht vorstellbar.“
„Danke Schatz, das ist wirklich nett von dir.“, Xander mochte es gar nicht, wenn Anya so über ihn sprach, als würde ihr diese Beziehung überhaupt nichts bedeuten. Willow musste das wohl wissen, denn sie sah ihn mitleidsvoll an, während sie Taras Hand hielt.
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Giles ging nach unten in die Lobby und wollte eigentlich mit Wesley sprechen, als er sie sah…
„Deleyn? Ich glaube es nicht, die kleine Deleyn Ashley Pryce – so groß und attraktiv bist du auch geworden…“, Rupert ging die Treppenstufen nach unten und nahm Wesleys kleine Schwester in die Arme. Er hatte sie ja schon früher gemocht und freute sich richtig sie wieder zu sehen. Natürlich wollte er auch wissen, was sie die ganze Zeit über gemacht hatte, doch da war Wesley schneller: „Meine kleine Schwester ist ein angesehenes Mitglied des Rates – im Gegensatz zu uns beiden… und dem Ring an ihrer Hand nach zu urteilen bist du entweder verheiratet oder zumindest schon verlobt ohne deinem großen Bruder auch nur ein Wort zu sagen.“
Deleyn merkte, dass ihr Bruder noch immer versuchte sie zu beschützen und nicht akzeptieren wollte, dass sie ihr eigenes Leben begonnen hatte: „Wes, ich will mich nicht schon wieder mit dir streiten, aber… Das ist mein Leben und nach unserem letzten Streit wusste ich eben nicht wie ich es dir hätte sagen sollen.“
„Ich bin immer noch dein Bruder und…“, Wesley setzte sich auf die Treppe und legte seinen Kopf in seine Hände. Er wollte sich nicht mit seiner kleinen Schwester streiten, nicht nach so langer Zeit…
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Dawn öffnete die Tür und sah die beiden Frauen an… das konnte doch nicht sein… die ältere der beiden Blondinen sah aus wie ihre Mutter, aber diese war doch tot. Ihr Vater hatte ihr doch immer gesagt, dass sie bei einem Autounfall gestorben wäre…
„Du musst also die kleine Dawn sein… du bist ja so groß geworden, Liebes. – Ich weiß, du kennst mich gar nicht mehr… aber… ich bin Joyce Summers, deine Mutter und das ist…“, Joyce sah wie ihre Tochter die Tür schließen wollte, doch Buffy war schneller. Sie stellte ihren Fuß in die Spalte und öffnete die Tür dann wieder um mit ihrer Mutter eintreten zu können. Sie wollte schließlich nicht, dass ihr erstes Treffen mit ihrer Schwester so enden musste: „Hey, ich bin Buffy und ich weiß, dass dir das gerade komisch vorkommt. Mir nämlich auch… aber ich bin deine große Schwester und ich würde ich gerne…“
„Ich habe keine Schwester und meine Mutter ist vor vierzehn Jahren gestorben. Also wer sind sie? – Wenn sie nichts sagen, dann rufe ich meinen Dad und die Polizei.“, Dawn hielt sich von Buffy und Joyce zurück, als ihr Vater aus dem Keller kam und geschockt war…
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Spike war zu einer kleinen Dämonenbar gefahren und setzte Harmony an einen Tisch. Sie sollte sitzen bleiben und auf ihn warten. Denn er wollte mit dem Kneipeninhaber sprechen… ein grünhäutiger Dämon namens Lorne gab ihm freudestrahlend ein Glas Blut und versuchte ein heiteres Gespräch anzufangen. Spike war jedoch gar nicht daran interessiert, sondern wollte nur wissen, wo er ein anständiges Quartier finden könnte, wo man ihm keine Fragen stellen würde. Lorne gab ihm daraufhin eine Adresse und der platinblonde Vampir verließ den Laden wieder, aber dieses Mal ohne Harmony…
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Angel schlich durch die Straßen von Los Angeles. Es schien alles ganz ruhig zu sein, doch dann hörte er Kampfgeräusche… der Vampir rannte los und stieß zwei Kreuzungen weiter auf einen Straßenkampf. Der junge dunkelhäutige Mann war der einzige Überlebende, während seine drei Freund bereits tot auf dem Boden lagen und sich die beiden Vampire nun ihn vornehmen wollten. Doch der Kämpfer ließ nicht locker…
Angel kam ihm zur Hilfe und tötete einen der beiden Vampire, während der andere das Opfer des einzigen Überlebenden wurde: „Das war wirklich gut… und es tut mir Leid wegen…“
„Kein Problem. Die wussten, worauf sie sich eingelassen haben… wir kennen uns alle nur flüchtig. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass wir alle Vampire jagen, weil sie unsere Familien getötet haben.“, der Mann namens Gunn packte seine Sachen zusammen und wollte gehen, doch Angel wurde das Gefühl nicht los, dass er alleine diesen Abend nicht überleben würde: „Sie sind verletzt, vielleicht sollten sie sich ausruhen. Ich wüsste da einen Platz und ich weiß sogar, wie sie noch mehr Menschen helfen können…“
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Cordelia hatte genug gesehen und wollte Wesley fragen, wer denn jetzt noch ins Hotel gezogen war. Doch schon vor ihrem Zimmer lief sie einem jungen Mann in die Arme. Er hatte seine Sachen gepackt und schien gerade aufbrechen zu wollen: „Oh, verzeihen Sie bitte. Ich habe sie gar nicht kommen sehen.“
„Das macht nichts, ich bin es gewohnt, dass man mich übersieht, das macht meine Freundin auch andauernd.“, Riley gab Cordelia die Hand und stellte sich vor. Er sagte ihr, dass er aus Sunnydale komme und sofort musste Cordelia an Buffy denken: „Sie kennen doch bestimmt die Jägerin und ihre Freunde… ja, ich gehörte auch mal zu ihnen, aber… sie sehen so seltsam aus, ist alles in Ordnung?“
„Sie haben nur Wunden aufgerissen… Buffy ist nämlich meine Freundin… oder zumindest war sie es… Wir reden ja nicht mehr miteinander und sehen will sie mich auch nicht mehr. Also warum sollte ich noch länger hier bleiben? Sie fühlt sich nun einmal enttäuscht und ich kann nichts dagegen tun.“, Riley schulterte seine Tasche erneut und wollte das Hotel verlassen, als auf einmal Xander und Willow zu ihm und Cordy auf den Flur kamen…
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Harmony konnte es nicht glauben. Jetzt hatte Spike sie wirklich hier sitzen lassen. Ihr Spikey war einfach gegangen… liebte er sie denn nicht mehr? Doch bestimmt und er würde auch zurückkommen, sie musste nur warten. Doch Lorne sagte etwas anderes: „Er kommt nicht mehr zurück Schätzchen…“
Es tat so weh, aber tief in sich spürte die Vampirin, dass der Dämon, der sich neben sie gesetzt hatte, Recht hatte und deshalb konnte sie nicht länger hier bleiben.
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„Ich wollte dich jetzt nicht verletzen, Wes, aber…“, Deleyn wusste nicht, was sie sagen sollte. Sie hatte sich noch nicht auf das Gespräch mit ihrem Bruder vorbereitet und er scheinbar auch nicht und so schwiegen sie sich an, bis Giles sich wieder zu Wort meldete: „Gut, wenn ihr beide nichts sagen könnt, dann will ich wenigstens etwas wissen. – Was machst du denn genau hier in Los Angeles? Du warst doch noch nie so weit von London entfernt…“
Wesley blickte zu seiner kleinen Schwester auf und wartete gespannt auf Deleyns Antwort, die darüber allerdings noch nachdachte. Die Wahrheit konnte sie schließlich noch nicht sagen. Aber wenn sie lügen würde, dann konnte Wesley das sofort erkennen…
„Ich wollte Wesley wieder sehen… ich will nicht mehr, dass wir nur noch in Streit leben. Es muss doch schließlich einen Weg geben, wie wir wieder miteinander reden können und zwar ohne dass wir uns direkt anschreien und uns Vorwürfe machen… Ich liebe dich doch noch immer…“, Deleyn sah ihren Bruder, der aufstand und sie in seine Arme schloss. Sie hatte so Recht… er wollte sich auch nicht mehr streiten, aber dafür musste sie eins verstehen lernen…
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Angel brachte Gunn zum Hotel und erzählte ihm auf dem Weg von seiner Detektei. Dabei verschwieg er jedoch, dass er selbst ein Vampir war, denn er wusste nicht wie Gunn darauf reagieren würde… auf das Hotel reagierte er allerdings mehr als überrascht. Denn ein großes Haus hatte Gunn noch nie betreten und die vielen Menschen machten ihn neugierig. So wie Angel, der nicht glauben konnte, dass seine Angreiferin noch immer hier war. Er hatte das Hotel doch verlassen, um sie nicht mehr sehen zu müssen, aber dann der Schock…
„Ah, Angel, gut dass du wieder da bist. Ich muss dir jemanden vorstellen… diese bezaubernde Frau ist meine kleine Schwester Deleyn. Sie wird bei uns einziehen und…“, Wesley sah erst Angel an, aber dann bemerkte er auch Gunn und war verwirrt…
Gunn merkte dies jedoch und stellte sich vor. Er sagte, dass er für Angels Detektei arbeiten wolle, um das Böse zu bekämpfen und auch gerne hier bleiben würde. Nur würde er nicht viel Platz brauchen. Wesley nickte ihm daraufhin zu und ging mit dem neuen Kollegen und Giles nach oben, um noch zwei Zimmer zu finden. Nur Deleyn blieb noch bei Angel und sah zu ihrer Armbrust neben der Kellertüre: „Sie haben Glück, dass mein Bruder Ihnen so vertraut, Angelus… denn anderenfalls wären sie schon längst tot.“
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Joyce konnte es nicht fassen. Hank hatte ihrer Tochter wirklich gesagt, dass ihre Mutter tot sei: „Du hast Dawn also ihr ganzes Leben lang angelogen? – Kein Wunder, dass du sie nicht zu mir nach Sunnydale gelassen hast und sie immer in ein Ferienlager geschickt hast, als Buffy dich besuchen kam… aber warte nur Hank, das werde ich dem Jugendamt melden und dann werden wir mal sehen, wer bald beide Töchter hat.“
„Du wirst mir Dawn nicht wegnehmen Joyce…“, die Erwachsenen stritten im Wohnzimmer weiter, während Buffy Dawn mit in die Küche zog. Die Jägerin hasste es, wenn ihre Eltern aneinander hingen und nahm lieber reis aus, was ihre kleine Schwester verstehen konnte: „Ich habe Dad noch nie so wütend erlebt… und du… du bist also meine große Schwester? Ich meine, ich kenne dich nicht einmal, aber…“
„Ich find es eigentlich schade, dass wir uns nicht kennen. Ich hab mir ehrlich gesagt immer noch eine Schwester gewünscht…“, Buffy dachte an die vielen Tage, die sie sich mit Joyce gestritten hatte… wenn sie in diesem Momenten eine Schwester gehabt hätte, dann wäre sie bestimmt nie weggelaufen. Aber sie hätte auch mehr Angst haben müssen, denn schließlich war sie die Jägerin…
„Sag mal, hast du eigentlich einen Freund oder so?“, Dawn war sehr direkt, aber sie war eben auch Fünfzehn und da kannte man wohl kein anderes Thema, als Jungs: „Ja, ich habe einen Freund… sein Name ist Riley… aber… Dawn, nicht alle Beziehungen sind gut und… ich meine, du siehst es an Mum und Dad, und Riley… ja, das ist bald auch vorbei.“
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Xander und Willow konnten sich Anyas nerviges Geplapper nicht mehr anhören. Xander versuchte zwar sich einzureden, dass sie wie immer irgendwann aufhören würde… nur wann?
Deshalb waren er und seine beste Freundin Willow aus dem Zimmer gegangen. Sie wollten nachsehen, ob Buffy schon wieder zurück war, doch sie sahen nur Cordelia und Riley auf dem Flur stehen: „Hey, alles in Ordnung bei euch? Ihr seht so deprimiert aus, das kenne wir doch gar nicht von Cordelia Chase.“
„Halt die Klappe Harris. Du solltest wirklich gelernt haben, dass du dich aus meinem Leben raus halten solltest.“, Cordelia und Xander fingen an eine Anekdote nach der anderen aus ihrer gemeinsamen Schulzeit auszupacken. Aber nicht um irgendwen zu belehren oder zu belustigen, sondern nur, um sich gegenseitig fertig zu machen. – Doch genau das konnte Riley sich nicht antun. Er wusste, dass eine Aussprache mit Buffy wohl nach der gleichen Weise ablaufen würde und damit konnte er nicht umgehen. Er musste weg von hier und zurück zu den Menschen, denen er noch etwas bedeutete…
„Riley, warte… Wenn du jetzt einfach abhaust, dann…“, Willow versuchte noch ihn aufzuhalten und zu retten, was zu retten war… doch gab es da irgendetwas: „Ist schon gut Willow… Buffy und ich haben wohl nie wirklich zueinander gepasst, das weiß ich jetzt. – Ich bin eben kein Held, der alles für jemanden aufgeben könnte… ich hab es ja versucht… aber… ich bin wohl zu stolz… aber ich werde sie immer lieben und wer weiß, vielleicht sehen wir uns irgendwann einmal wieder.“
Willow sah zu, wie Riley das Hotel durch die Tür verließ und sie wusste, dass er nie zurückkommen würde…
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Angel schlich durch die Flure des zweiten Stocks bis zur Nummer 217. Das würde also sein neues Zimmer sein, nachdem diese Deleyn ihn darauf hingewiesen hatte, dass sie sein Zimmer übernehmen würde. Sie würde ihm seine Sachen auch nachbringen, nachdem sie alles Dämonische entsorgt hatte… und da sie ihn selbst als blutrünstigen Dämon ansah, würde sie ihm nichts zurückgeben, das war dem Vampir schon klar geworden. Diese Frau machte ihn deshalb auch mehr als wütend… aber was sollte er machen. Sie war nun einmal Wesleys Schwester und damit konnte er ihr nichts tun. Auch war sie nur ein Mensch und damit jemand, dem er helfen musste… nur wie sollte er jemandem helfen, der ihn umbringen wollte?…
Angel hörte etwas und drehte sich zur Seite… Gunn kam ihm entgegen und suchte wohl auch nach seinem Zimmer: „Ganz schön groß dieses Haus, aber Wesley hat mir schon gesagt, dass es super Übungsräume gibt, um an meiner Kampftechnik zu feilen. Ich kann es kaum abwarten, aber… hey, Kumpel, du siehst echt nicht gut aus.“
„Ich denke nur darüber nach, was uns noch alles erwarten wird, denn so viele Leute habe ich ehrlich gesagt noch nie um mich herum gehabt.“, Angel öffnete seine Tür und verschwand dann in Zimmer 217, während er an die Technik von Deleyn denken musste…
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In einer dunklen Gasse von Los Angeles stieg eine blonde Vampirin aus einem Taxi. Das Blut des Fahrers klebte noch an ihren Lippen, doch Darla fühlte sich davon nicht befriedigt. Der Mann war alt gewesen, aber in der Not darf man nicht wählerisch sein…
Er würde schon Blut für sie haben… er konnte sie nicht einfach sterben lassen. Er hatte sie doch immer gerettet und nun würde sie sein Schicksal neu bestimmen: „Ich bin wieder bei dir, Angelus…“